Hochbegabung: Neues Forschungszentrum in Bielefeld

Uni Bielefeld entwickelt neues Verfahren für Intelligenztest

Hochbegabung: Neues Forschungszentrum in Bielefeld

  • Uni Bielefeld gründet Zentrum für Hochbegabtenforschung
  • Hochbegabte sollen besser gefunden und gefördert werden
  • Forscher entwickeln neue Art des IQ-Tests

Die Uni Bielefeld hat am Freitag (23.11.2018) ein Zentrum für Hochbegabtenforschung gegründet. Dort soll eine neue Art des IQ-Test für Kinder und Jugendliche entwickelt werden.

An der Fakultät für Biologie soll ein "naturwissenschaftlicher Neigungstest" für Kinder und Jugendliche entstehen. Mit seiner Hilfe und mit neuen speziellen Förderungsprogrammen sollen Hochbegabte künftig besser gefunden und gefördert werden.

Bei dem neuen Test sollen schon Dreijährige verschiedene Fragestellungen aus den Naturwissenschaften bearbeiten. Hochbegabung wird bislang häufig erst bei älteren Kindern erkannt.

Hochbegabte extrem schwierig zu finden

Ein Team um Professor Claas Wegner will mit dem Test mehr hochbegabte Experten für naturwissenschaftliche Berufe finden. "In NRW zum Beispiel haben wir 26.000 offene Stellen", sagt Wegner. Nur etwa zwei Prozent aller Menschen sind hochbegabt, schätzen Forscher. Sie zu finden, ist eine große Herausforderung.

Viel Fördergeld für das Projekt

Um den neuen Test dafür zu entwickeln, hat der Forschungsbereich unter anderem 500.000 Euro Fördermittel von einer Stiftung zur Verfügung. In zwei bis drei Jahren wollen Claas Wegner, seine Kollegen und Studenten fertig sein.

Roboter spielen laut Wegner bei dem Test eine entscheidende Rolle. "Wir können natürlich zum einen Begeisterung für diesen Roboter hervorrufen." Zum Anderen bringe man damit Kinder und Jugendliche dazu, selbst schnell programmieren zu lernen.

Auch Hochbegabte brauchen Hilfe

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 25.07.2018 04:54 Min. WDR 5

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Stand: 23.11.2018, 11:58

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