Corona-Nebeltest für Detmolder Hermannsdenkmal

Das Hermannsdenkmal soll trotz Corona bald wieder Gäste empfangen dürfen. Ein Nebel-Test hat gezeigt, dass die Luft im Denkmal nach Besuchergruppen zügig ausgetauscht werden kann.

Den speziellen Nebel-Test führte der Landesverband Lippe am Donnerstag durch, um sicher zu stellen, dass die Luft im begehbaren Innenraum des Denkmals ausgetauscht werden kann und danach keine gefährlichen Aerosole zurückbleiben. Bis jetzt ist der Besucherraum auf Grund der Corona-Pandemie gesperrt.

Luft in 60 Sekunden frisch

Nur eine Minute dauerte es, bis der Nebel aus dem Denkmal wieder heraus war, der zuvor mit einer Maschine in den Sockel hineingeblasen worden war. Der Test sollte zeigen, dass mit Hilfe eines speziellen Ventilators zügig die gesamte Luft im Denkmal ausgetauscht werden kann.

Eröffnung für Freitag geplant

Nach jeder Besuchergruppe kann so die gesamte Luft komplett ausgewechselt werden. Der Landesverband plant, das Hermannsdenkmal kommende Woche Freitag zu öffnen. Es wird am 16. August 145 Jahre alt. Mit 53,46 Metern Gesamthöhe war das Denkmal bis 1886 die höchste Statue der westlichen Welt. Dann überragte sie die Freiheitsstatue in New York.

Der Koloss von Ernst von Bandel soll an den Cheruskerfürsten Arminius erinnern, unter dessen Führung germanische Stämme vereint wurden und so drei römische Legionen besiegen konnten. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass die Schlacht am Teutoburger Wald in der Nähe des Detmolder Ortsteils Hiddesen stattgefunden hat, wo das Denkmal 1875 errichtet wurde.

Hermannsdenkmal Die Sendung mit der Maus 06.05.2012 07:39 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

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