Herforder Sozialausschuss lehnt "Trinkerraum" ab

Eine leere Bierflasche liegt auf dem Boden.

Herforder Sozialausschuss lehnt "Trinkerraum" ab

  • Herforder Sozialausschuss diskutiert über "Trinkerraum"
  • Förderung von Straßen-Sozialarbeiter geplant
  • Ausspruch gegen stationären Raum

In der Stadt Herford wird es wohl keinen eigenen Raum für alkoholabhängige Menschen geben, in dem sie sich treffen können. Der Herforder Sozialausschuss hat sich am Montagabend (18.11.2019) gegen einen solchen Treffpunkt ausgesprochen. Jetzt muss der Rat entscheiden.

Mehr Straßen-Sozialarbeiter gefordert

Die Politik soll stattdessen rund 50.000 Euro für Straßen-Sozialarbeiter bereitstellen. Diese sollen sich, wie schon bisher, um die Trinker kümmern, wenn die Betroffenen in Not geraten oder in Streit aufeinander losgehen. So jedenfalls lautet die endgültige Empfehlung des Sozialausschusses. Der musste sich jahrelang mit dem Thema Trinkerszene beschäftigen, weil die sich im Laufe der Zeit an wechselnden Orten in Herford traf und sich Bürger belästigt fühlten.

Stationären Raum abgelehnt

Ein Vorschlag war daraufhin, der Szene einen stationären Raum bereitzustellen, um sie von der Straße zu bekommen. Doch im Herforder Sozialausschuss zeigten sich zu wenige Mitglieder davon überzeugt, dass ein solches Angebot wirklich von allen Trinkern angenommen würde.

Alkoholkonsum: wie viel Alkohol ist okay? 09:35 Min. Verfügbar bis 14.07.2023

Stand: 19.11.2019, 07:01