OWL: Herausforderung Wasserknappheit

Vertrocknete Stileiche

OWL: Herausforderung Wasserknappheit

  • Anhaltende Trockenheit belastet Bäume
  • Erste Kommunen bewässern schon
  • Grundwasserspiegel sinkt

Die Trockenheit der vergangenen Wochen macht besonders den Stadtbäumen in Ostwestfalen-Lippe zu schaffen. Damit sie nicht vertrocknen, sind bereits Mitarbeiter der Umweltbetriebe unterwegs, um sie zu bewässern.

Gleich mehrere belastende Faktoren

Über 100.000 Stadtbäume gibt es allein in Bielefeld. Und sie haben es nicht leicht: zusätzlich zu den Schadstoffen in der Luft haben sie oft auch zu wenig Platz für ihre Wurzeln. Deshalb bekommen sie nicht genug Wasser aus dem Boden, wenn es länger nicht regnet.

Sensorgesteuerte Bewässerung

Vor allem junge Bäume werden deshalb mit Wassersäcken ausgestattet, die von den städtischen "Bewässerungstrupps" befüllt werden und dann nach und nach die Flüssigkeit an die Erde abgeben. In Bielefeld funktioniert das mittlerweile sogar sensorgesteuert. Dennoch sind auch dieses Jahr bereits städtische Bäume vertrocknet.

Zusätzlich niedriger Grundwasserspiegel

Wegen der geringen Niederschläge - auch in den vergangenen Jahren - sinken außerdem die Grundwasserstände schon wieder deutlich ab. Erste Wasserversorger, so in Paderborn, Bielefeld und Löhne, appellieren deshalb an Verbraucher, sorgsam und bewusster mit Wasser umzugehen.


Noch müsse niemand Wasser rationieren. Es gebe bisher Trinkwasser genug. Aber: in acht der letzten zehn Jahre war es zu trocken, sagen die Bielefelder Stadtwerke. Und sie erwarten in diesem Jahr mehr Verbrauch, weil viele Leute in der Corona-Krise zuhause bleiben.

Wassersparen erwartet

Meteorologen rechnen damit, dass schon bald einzelne Städte Wasser sparen müssen.

Stand: 29.05.2020, 09:42

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