Millionen-Investitionen in neue Hallenbäder

"Frei-/Hallenbad Werdohl" Schriftzug am Gebäude

Millionen-Investitionen in neue Hallenbäder

Von Heiko Dolle

  • Neues Werdohler Bad kostet fünf Millionen Euro
  • DLRG: Jedes zweite Hallenbad muss saniert werden
  • Städtebund fordert mehr Investitionen

Im neuen Werdohler Hallenbad ziehen die ersten Schwimmer ihre Bahnen. Aktuell läuft der Probebetrieb, nach den Herbstferien geht es ab Montag (28.10.2019) richtig los. Das fünf Millionen Euro teure und rund 1.300 Quadratmeter große Bad ist sehr viel früher fertig geworden als ursprünglich geplant.

Millionenschweres Projekt auch in Hemer

Auch die Stadt Hemer investiert zum Beispiel bis zu 14 Millionen Euro in ein neues Bad. Rund die Hälfte soll das Land NRW dazu geben. Baubeginn dort ist jedoch erst im März 2021. Gleich nebenan in Menden wird noch darüber diskutiert, ob die Stadt ein neues Hallenbad bekommt.

Skizze des neuen Hallenbads

So soll das neue Bad in Hemer aussehen.

Doch der Bau von Hallenbädern ist teuer. Vor allem vielen finanzschwachen Kommunen fehlt dafür das Geld. Denn der Betrieb eines Hallenbades gehöre zu den freiwilligen Leistungen, erklärt der Städtebund. Sie werden häufig als erstes gestrichen, wenn die Kommunen sparen müssen.

Die DLRG schätzt, dass jedes zweite Hallenbad sanierungsbedürftig ist. Immerhin konnte zuletzt der Investitionsstau durch die höheren Steuereinnahmen etwas abgebaut werden.

Investitionsstau bei Hallenbädern (Heiko Dolle)

Verfügbar bis 24.10.2020

Städtebund erwartet neuen Investitionsstau

Bagger vor dem Hallenbad in Werdohl

Am Bad in Werdohl fehlen noch letzten Feinarbeiten.

Doch die Wirtschaftsprognosen für die kommenden Jahre seien durchwachsen, warnt der Städtebund. Er geht deshalb davon aus, dass der Investitionsrückstand in finanzschwachen Kommunen wieder deutlich ansteigen wird.

Im neuen Werdohler Hallenbad fehlen nur noch wenige Feinarbeiten an der Außenanlage. Dann können auch die letzten Baugeräte abziehen.

Stand: 24.10.2019, 06:00