Haftstrafen für Drogenschmuggel per Post

Landgericht Münster

Haftstrafen für Drogenschmuggel per Post

  • Viereinhalb Jahre für Hauptangeklagten
  • Rauschgiftlieferung in Briefen
  • Marihuana und Amphetamine geschmuggelt

Das Landgericht hat am Dienstag (16.10.2018) drei Männer wegen Drogenschmuggels und Rauschgifthandels zu Haftstrafen verurteilt. So muss der Hauptangeklagte viereinhalb Jahre ins Gefängnis, weil er Rauschgiftpakete von Winterswijk in den Kreis Borken geschmuggelt hat. Die beiden Mitangeklagten waren nach Überzeugung des Gerichts als Helfer dabei, sie erhielten Haftstrafen von drei Jahren bzw. zwei Jahren Jugendstrafe auf Bewährung.

Männer nutzten weitverbreitete Masche

Diese Masche gibt es immer häufiger: Drogendealer in den Niederlanden verpacken ihre Rauschgiftlieferungen in Briefumschlägen. Dann bringen Helfer die Pakete über die Grenze in den Kreis Borken, um sie von hier zu verschicken. Die Dealer hoffen, dass Postsendungen aus Deutschland weniger kontrolliert werden.

Kiloweise Drogen über die Grenze gefahren

Der Hauptangeklagte hatte in diesem Fall die Drogensendungen im Auto. Ein Mitangeklagter fuhr zur Absicherung und zum Ausspähen der Grenze in einem zweiten Auto vorweg. So brachten sie laut Urteil hunderte Drogensendungen mit kiloweise Marihuana und Amphetaminen über die Grenze.

Stand: 16.10.2018, 14:45