Sexueller Missbrauch: Sicherungsverwahrung für Siegerländer

Chat mit einer scheinbar jungen Frau im Internet

Sexueller Missbrauch: Sicherungsverwahrung für Siegerländer

  • Fünf Jahre und drei Monate Haft
  • Siegerländer bedrohte Mädchen
  • Mann war einschlägig vorbestraft

Das Landgericht Siegen hat am Donnerstag (04.07.2019) einen Mann aus dem Siegerland wegen Vergewaltigung in vier Fällen zu fünf Jahren und drei Monaten Gefängnis mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Der 44-Jährige hatte von einer 14-Jährigen per Internet-Chat sexuelle Handlungen erzwungen, indem er sie massiv bedrohte. Rechtlich sei das Vergewaltigung, erklärten die Richter.

Vergewaltigung ohne Körperkontakt

Laut Gesetz muss es keinen Körperkontakt gegeben haben, um eine Tat als Vergewaltigung zu werten. Eine Vergewaltigung ist es auch, wenn ein Opfer sexuelle Handlungen an sich selbst vornehmen muss, weil es dazu gezwungen wird.

Der Mann hatte die 14-Jährige so lange auf perfide Weise bedroht, so die Richterin, bis ihr Wille gebrochen war und sie die abartigen sexuellen Dinge tat, die er von ihr verlangte.

Hohe Rückfallgefahr

Hinzu kam, dass er ihr Gefühle vorgaukelte, so dass das Mädchen sich in ihn verliebte. Der 44-Jährige sei pädophil mit einer extrem hohen Rückfallgefahr, heißt es im Urteil.

Bereits 2013 war er wegen ähnlicher Taten zu fast sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Stand: 04.07.2019, 15:34