Gutscheinbetrug in Meschede: 49.000 Euro Schaden

Gutscheinbetrug in Meschede: 49.000 Euro Schaden

  • Stadt-Mitarbeiterinnen fälschten Unterschriften
  • Überraschende Dimension des Schadens
  • Papiergutscheine jetzt durch Chip-Karten ersetzt

"Aktuell beträgt der Verlust für die Werbegemeinschaft rund 49.000 Euro", sagt Peter Horst, Schatzmeister der Werbegemeinschaft Meschede aktiv. Obwohl die Betrügereien bereits vor zwei Jahren entdeckt wurden, ist erst jetzt die Dimension des Schadens bekannt geworden.

Totale graues Hochhaus mit parkenden Autos

Das Bürgerbüro ist im Rathaus in Meschede untergebracht.

Betrogen wurde die Werbegemeinschaft von zwei Mitarbeiterinnen der Bürgerbüros in Meschede und Freienohl. Sie hatten Unterschriften gefälscht und sich das Geld für die Gutscheine auszahlen lassen, ohne dass diese vorher bezahlt worden waren.

Schaden höher als angenommen

Bislang waren die Händler nur von einem dreistelligen Betrag ausgegangen. Im schlimmsten Fall – wenn alle noch in irgendwelchen Schubladen liegenden Papiergutscheine eingelöst werden – kann der Verlust jedoch bis auf 60.000 Euro ansteigen.

Eine Täterin zahlt zur Zeit 50 Euro im Monat zurück. 10.000 Euro schuldet sie insgesamt. Der Verein hat jetzt ein Darlehen aufgenommen, um die Verluste aufzufangen.

Neue Gutscheinkarte sorgt für mehr Sicherheit

bunte Gutscheinkarten liegen auf Holztisch

Die neuen Gutscheinkarten sind sicherer.

Mittlerweile ist das Gutscheinsystem auf Plastikkarten umgestellt. Diese werden jetzt erst scharf geschaltet, wenn einer der teilnehmenden Händler die Karte ins System einbucht. Damit ist ein Missbrauch nahezu ausgeschlossen.

Auch wenn es ein bisschen mehr Arbeit an der Kasse ist, für Boutique-Inhaberin Petra Streich überwiegen die Vorteile des Gutscheinsystems: „Das Geld der Gutscheine bleibt in Meschede. Davon profitieren alle."

Mittlerweile haben sich 140 Händler der Gutscheinkarte angeschlossen. Und ein Ende des Ärgers mit den Papier-Gutscheinen ist auch in Aussicht. Maximal noch zwei Jahre können sie bei Petra Streich und Kollegen eingelöst werden. Danach sind sie ungültig.

Stand: 19.03.2019, 10:11