Gütersloherinnen in Münster rüde beleidigt

Ausgrenzung: Frau aus Gütersloh in Münster beschimpft Lokalzeit Münsterland 29.06.2020 02:06 Min. Verfügbar bis 29.06.2021 WDR Von Alina Freimann

Gütersloherinnen in Münster rüde beleidigt

  • Corona und GT-Kennzeichen als Grund
  • Mutter und Tochter kehren um
  • Polizei gibt bis zur Stadtgrenze Geleitschutz

Eine unschöne Erfahrung musste eine Autofahrerin mit Gütersloher Kennzeichen machen, als sie am Wochenende mit ihrer Tochter in Münster war.

Mit mehreren Lichthupen ging es los

Kaum hatten die 51-jährige Beate Bredenbals und ihre 20-jährige Tochter Leonie mit ihrem Cabrio die Stadtgrenze passiert, ging es auch schon los. Mehrere Autofahrer signalisierten ihnen per Lichthupe, dass da irgendetwas nicht in Ordnung wäre.

Üble Beleidigung aus dem Nachbarauto

Zuerst war es nur ein Verdacht, bald aber Gewissheit - spätestens als aus dem Nachbarauto zwei junge Frauen ihnen rüde zuriefen: "Verpisst Euch, Ihr Drecksschlampen!" Nun war Beate Bredenbals klar, es muss an dem Corona-Hotspot Gütersloh und ihrem Gütersloher Kennzeichen liegen.

Als dann noch ein Mann mit einer symbolischen Handbewegung auf sie schoss, war es genug. Mutter und Tochter riefen die Polizei - und die geleitete sie dann sicher aus Münster heraus. Zuhause angekommen erstattete Beate Bredenbals online Anzeige wegen Beleidigung.

Oberbürgermeister bedauert Vorfall

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe meldete sich später telefonisch bei ihr und bedauerte den Vorfall. Er sagte, in Münster sei jeder willkommen. Er will sich demnächst mit der Frau und ihrer Tochter treffen.

Stand: 29.06.2020, 20:00

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