Gift auf Pausenbrot in Schloß Holte-Stukenbrock - weitere Fälle?

Gift auf Pausenbrot in Schloß Holte-Stukenbrock - weitere Fälle?

  • Pausenbrot offenbar vergiftet
  • Ermittler suchen nach möglichen weiteren Fällen
  • Mutmaßlicher Täter in Untersuchungshaft

Nachdem in Schloß Holte-Stukenbrock ein Mann festgenommen wurde, der offenbar seinen Arbeitskollegen vergiften wollte, suchen Polizei und Staatsanwaltschaft Bielefeld nach möglichen weiteren Vergiftungsfällen. Die Behörden ermitteln wegen versuchten Mordes.

Bislang gebe es zwei Krankheitsfälle von Mitarbeitern, die näher geprüft werden, teilten die Behörden in Bielefeld am Dienstag mit (22.05.2018). Diese Untersuchungen würden einige Zeit dauern. Weitere mögliche Fälle seien ebenfalls nicht auszuschließen und würden eventuell in die Ermittlungen einbezogen.

Das Opfer in Schloß Holte-Stukenbrock hatte eine seltsame Substanz auf einem Pausenbrot gefunden. Nach einer ersten Untersuchung war das Pulver giftig. Die Polizei hatte darauf am Mittwoch (16.05.2018) auch die Wohnung des Mannes in Bielefeld durchsucht - mehrere chemische Substanzen gefunden. Die wurden zur weiteren Untersuchung zum LKA geschickt.

Mitarbeiter sind geschockt

Beide Männer arbeiten bei einem Armaturenhersteller in Schloß Holte-Stukenbrock. Die 700 Angestellten seien extrem geschockt, erklärte der kaufmännische Leiter des Unternehmens.

Die beiden Männer sollen ihre Arbeitsplätze nah beieinander haben. Über mögliche Hintergründe der Tat sagte die Polizei noch nichts.

Stand: 22.05.2018, 14:09