Ohne Fachärzte und kleine Kliniken geht es in der Coronakrise nicht

Gesundheistminister Spahn in Iserlohn 00:39 Min. Verfügbar bis 20.07.2021

Ohne Fachärzte und kleine Kliniken geht es in der Coronakrise nicht

Von Heiko Dolle

  • Medizinische Versorgung spielt auch künftig eine wichtige Rolle, erklärte der Minister 
  • Fachärzte in der Coronakrise unverzichtbar 
  • Über 110.000 Menschen arbeiten in SWF im Gesundheitssystem 

Viele Unternehmer machen sich Sorgen um die vielen fehlenden Fach- und Hausärzte in Südwestfalen. Durch die Coronakrise wird sich diese Situation nochmal verschärfen, befürchten sie. Das betrifft auch die Krankenhäuser in Südwestfalen. Dabei spielt eine gute medizinische Versorgung eine wichtige Rolle, um gut ausgebildete und dringend benötigte Fachkräfte nach Südwestfalen zu holen. 

"Es geht nicht ums plumpe Schließen."

Minister Spahn versuchte die anwesenden Unternehmer etwas zu beruhigen. "Die flächendeckende Versorgung durch Fachärzte hat uns gerade in der Krise geholfen, damit die Krankenhäuser nicht überrannt wurden." Deshalb sei es wichtig, dass es in ländlichen Gebieten wie im Sauerland weiterhin genug Fachärzte und Krankenhäuser gibt. 

Gesundheitsminister Spahn wird von drei Männern im Freien in Empfang genommen

Gesundheitsminister Jens Spahn diskutierte in Iserlohn mit Unternehmern

"Wenn wir über zu viele Krankenhäuser sprechen, meinen wir den städtischen Ballungsraum", erklärte Bundesgesundheitsminister Spahn. "Nicht die Versorgung in der Fläche."

"Krankenhäuser müssen sich ergänzen!"

Aber genauso wichtig sei es, dass man Synergien schafft, um kostendeckend zu arbeiten und das Gesundheitssystem zu stärken. "Nicht jedes Krankenhaus braucht eine Abteilung für Herzkatheter-Untersuchungen", findet der Bundesgesundheitsminister. 

Im Sauerland gibt es im Gesundheitssektor nach Berechnung der Unternehmervereinigung "Sauerland Initiativ" mehr als 200 Hersteller, Dienstleister und Zulieferer mit über 110.000 Mitarbeitern. Dazu zählen 41 Krankenhäuser, Kliniken und Reha-Einrichtungen, sowie knapp 1.900 niedergelassene Ärzte, 221 Kranken- und Pflegedienste sowie 371 Apotheken. 



Stand: 20.07.2020, 19:04