Tönnies: Noch keine Entscheidung über Beginn der Schlachtungen

Tönnies: Noch keine Entscheidung über Beginn der Schlachtungen

  • Hygienekonzept von Tönnies wird überprüft
  • Verwaltungsmitarbeiter dürfen arbeiten
  • Konzern hofft auf Wiederaufnahme nächste Woche

Im Kreishaus in Gütersloh haben am Donnerstag (09.07.2020) Vertreter des Gesundheitsamts und des Arbeitsschutzes darüber beraten, wann das Fleischunternehmen Tönnies die Produktion wieder aufnehmen darf. Tönnies hatte zuvor ein Hygienekonzept vorgelegt, das jetzt genau überprüft wird.

Noch keine Entscheidung über Wiederaufnahme des Betriebs

OWL-Regierungspräsidentin Judith Pirscher sagte, sie erwarte, dass Tönnies "seine Hausgaben" gemacht habe. Man werde das jetzt bewerten. Eine Entscheidung über die Wiederaufnahme der Produktion fiel am Donnerstag noch nicht. Laut Pirscher ist das Ziel "Sicherheit vor Schnelligkeit".

In der vierstündigen Sitzung wurde vereinbart, dass bald Techniker auf das Betriebsgelände des Unternehmens geschickt werden. Sie sollen nach Angaben der Regierungspräsidentin "verschiedene Maßnahmen zum vorbereitenden Infektionsschutz montieren". Nach Angaben der Stadt Rheda-Wiedenbrück gehört dazu das Monieren von Schutzelementen in der Kantine und in Teilen der Produktion. Außerdem solle eine neue Filtertechnik installiert werden.

Verwaltungsmitarbeiter dürfen wieder arbeiten

Seit Donnerstagmorgen dürfen namentlich genannte Mitarbeiter der Tönnies-Verwaltung wieder arbeiten, auch die Kindertagesstätte auf dem Betriebsgelände öffnet heute wieder.

Ab sofort dürfen laut Tönnies-Sprecher André Vielstädte auch die Bereiche Arbeitsschutz und Technik ihre Arbeit wieder aufnehmen. Eine neue Lüftungsanlage soll am Sonntag (12.07.2020) einer Analyse unterzogen werden, die den Experten bei der Bewertung hilft.

Das Unternehmen geht davon aus, dass eventuell Anfang nächster Woche dann erste Produktionsbereiche einen Testbetrieb beginnen können.

Stand: 10.07.2020, 08:12