Schülerin aus Münster gewinnt Geschichtspreis

Carina Ebert

Schülerin aus Münster gewinnt Geschichtspreis

  • Carina Ebert macht ersten Preis
  • Bundespräsident zeichnet Schülerin in Berlin aus
  • Münsteranerin einzige Erstplatzierte aus NRW

Carina Ebert aus Münster hat den ersten Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewonnen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete sie am Mittwoch (22.11.2017) im Berliner Schloss Bellevue aus.

Acht Erstpreisträger bundesweit

Bundesweit haben acht Schüler in dem Wettbewerb erste Preise gewonnen, sie sind jeweils mit 2.000 Euro dotiert. Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs hieß: "Gott und die Welt. Religion macht Geschichte."

Die Neuntklässlerin Carina Ebert vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster thematisiert in ihrer Arnbeit die Auswirkungen der Türkenkriege zwischen dem 16. und dem 20. Jahrhundert in Münster. Die Schülerin recherchierte akribisch frühneuzeitliche Quellen und übersetzte handschriftliche Dokumente.

Brauch gibt es in Münster bis heute

In ihrer Arbeit weist sie auch auf einen regionalen Brauch aus den Türkenkriegen hin, den es bis heute gibt: Bäckergesellen aus Münster sollen bei der Belagerung Wiens 1683 unterirdische Tunnel entdeckt haben, durch die das osmanische Heer in die Stadt gelangen wollte. Als Dank wurde ihnen ein freier Tag gewährt, diesen "Guten Montag" begeht die Münsteraner Bäckergilde bis heute.

Interesse für Geschichte wecken

Bundesweit haben in diesem Jahr mehr als 5000 Kinder und Jugendliche mitgemacht. Viele der über 1600 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund von Religionszugehörigkeit, dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche oder religiösen Traditionen und Bräuchen. Ziel ist es, Interesse für Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Erfolgreiche Schüler aus NRW

Weitere Schüler und Schülerinnen aus NRW waren sehr erfolgreich. 14 zweite und dritte Preise gingen zusätzlich nach Nordrhein-Westfalen, davon allein acht ins Münsterland. Sie besuchen Schulen in Ahlen, Emsdetten, Münster und Olfen

Stand: 22.11.2017, 12:09