IG Metall will Druck auf Gerry Weber machen

Gerry Weber beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

IG Metall will Druck auf Gerry Weber machen

  • Beschäftigte bei Gerry Weber tief verunsichert
  • Kürzere Kündigungsfristen wegen Insolvenz
  • Betriebsausschuss will Druck ausüben

Beim wirtschaftlich taumelnden Modekonzern Gerry Weber in Halle beraten am Montagmorgen (11.02.2019) Arbeitnehmervertreter darüber, wie sie weiter vorgehen wollen.

Die Beschäftigten seien durch den Insolvenzantrag und den angestrebten Verkauf der Tochter Hallhuber tief verunsichert, so die IG Metall. Wer zahlt wann wie viel Insolvenzgeld? Kann ich wie geplant in Rente oder Altersteilzeit gehen? Kann ich aus der Elternzeit überhaupt noch zurückkehren?

IG Metall: Klare Konzepte fehlen

Die insgesamt knapp 2.900 Mitarbeitern der insolventen Gerry Weber AG und deren ebenfalls insolventer Filialtochter Retail haben teils massive Zukunftsängste, denn die Insolvenz bedeutet beispielsweise kürzere Kündigungsfristen in Arbeitsverträgen.

Der Betriebsausschuss will die Fragen sammeln und Druck auf die Konzernspitze ausüben. Denn klare Konzepte wie es weitergehen soll, fehlten bisher, meint die IG Metall.

Stand: 11.02.2019, 07:52