Gemüse im Münsterland vertrocknet

Eine kleine Spinatpflanze wächst auf trockenem Boden.

Gemüse im Münsterland vertrocknet

  • Gemüsebauern klagen über zu wenig Regen
  • Tiefkühlkosthersteller Iglo stellt sich auf Engpässe ein
  • Landwirte befürchten Minus bei Einnahmen

Die anhaltende Trockenheit macht den Gemüsebauern im Westmünsterland zu schaffen. Sie ernten zurzeit deutlich weniger Petersilie, Schnittlauch und Spinat. Auch der Tiefkühlkosthersteller Iglo in Reken stellt sich bereits auf mögliche Engpässe ein. Dort werden bereits viel weniger Spinat, Schnittlauch, Petersilie, Oregano und Dill angeliefert als sonst.

Hitze und Wind sind schuld

Gemüsebauern wie Hermann Icking-Haselhoff aus Borken haben momentan gleich zwei Gegner: die Hitze und den Wind. "Der Boden ist regelrecht ausgetrocknet", musste der Iglo-Vertragsbauer feststellen.

Wasserversorgung ist schwierig

Gemüsebauer Hermann Icking-Haselhoff und ein anderer Mann haben eine kleine Spinatpflanze in der Hand und begutachten sie.

Gemüsebauer Hermann Icking-Haselhoff (rechts) sorgt sich um sein Gemüse.

Und durch den permanenten Wind funktioniert die Beregnung nicht mehr. "Oft kommt das Wasser nicht da an, wo es hin soll." Die Folge: Immer häufiger werde die Petersilie gelb. Wenn sich das trocken-heiße Wetter in den nächsten Wochen nicht ändert, rechnet Icking-Haselhoff mit erheblichen Mindereinnahmen.  

Im Westmünsterland bauen mehr als 100 Landwirte Gemüse und Kräuter für Iglo an. Die Anbaufläche entspricht rund 4.000 Fußballfeldern. Damit zählt die Region zu den bedeutendsten Produktionszentren für Tiefkühlgemüse in Deutschland.

Was Trockenheit mit Pflanzen macht

WDR 5 Leonardo Top Themen 27.06.2018 05:58 Min. WDR 5

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Stand: 03.07.2018, 11:28