Lengericher Geiselnehmer zurück in der Psychiatrie

Lengericher Geiselnehmer zurück in der Psychiatrie

  • Gericht ordnete Unterbringung an
  • Mann war vorzeitig frei gekommen
  • 25-Jähriger war suizidgefährdet

Nach der Geiselnahme am Montagabend (07.01.2018) in Lengerich, ist der 25-jährige Mann am Dienstag wieder in eine psychiatrischen Klinik eingewiesen worden. Der mutmaßliche Täter hatte 45 Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuerinnen etwa eine Stunde lang festgehalten und bedroht.

Bild: Außenansicht Gebäude, Backsteinfassade

Der Mann war in der Psychiatrischen Klinik in Lengerich

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der 25-Jährige bereits zuvor zum Selbstschutz stationär in der Psychiatrischen Klinik in Lengerich untergebracht worden. Er hatte gegenüber Polizeibeamten seinen Selbstmord angekündigt.

Der aus Tecklenburg stammende Mann hatte auch gedroht, eine Bombe zu zünden. Die Polizei durchsuchte deshalb unter anderem ein Hotelzimmer, das er zuvor angemietet hatte. Allerdings fanden die Beamten dort nur normales Silvesterfeuerwerk.

Psychiatrie vorzeitig verlassen

Unklar ist, warum der Mann sich am Montagabend wieder auf freiem Fuß befand: Das zuständige Amtsgericht Tecklenburg hatte eine befristete Einweisung in die geschlossene Psychiatrie bis zum 08.01.2019, 12 Uhr angeordnet. Ein Antrag auf vorzeitige Entlassung liegt dem Gericht nach eigenen Angaben nicht vor.

Möglich wäre, dass sich der 25-Jährige auf einem genehmigten Freigang befand. Aus Gründen des Patientenschutzes wollte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Träger der Klinik keine Angaben zu dem Fall machen.

Stand: 08.01.2019, 20:00