Erstes Konzept gegen Fischsterben in Münster

Erstes Konzept gegen Fischsterben in Münster

  • Frühwarnsystem installiert
  • Belüftung durch Pumpen
  • Maßnahmen für Arten-Gleichgewicht

Die Stadt Münster will ein Umkippen des Aasees wie im vergangenen Sommer künftig verhindern. Im August waren in dem See hundertausende Fische verendet. Vertreter der Stadt haben am Montagabend (13.05.2019) zusammen mit einem Gewässerbiologen des Helmholtz-Institutes ein Konzept mit ersten Maßnahmen vorgestellt.

Danach wurde bereits ein Frühwarnsystem in Gang gesetzt, in das verschiedene Daten einfließen. Es soll vorausschauend anzeigen, ob innerhalb der nächsten sieben bis zehn Tage ein Umkippen droht oder nicht.

Schnellere Hilfe durch Pumpen

EIn Mann analyisert auf einem Laptop Messungen eines Spezialbootes auf dem Aasee

Experten haben den See mit einem Spezialmessboot untersucht

Die Stadt will weiterhin bis zu fünf Wasserpumpen anschaffen, um im Notfall dem Wasser des Aasees Sauerstoff zuzuführen. Beim Fischsterben im vergangenen Sommer musste zur "Belüftung" des Sees die Feuerwehr aus Emsdetten zur Hilfe gerufen werden.

Wenn die Lage doch ernst wird, sollen für Fische Notzonen eingerichtet werden, in denen sie überleben können. Für die Fische soll es außerdem einen Hegeplan geben, damit man immer weiß, wie viele Fische von welcher Art im Aasee sind. So soll ein angemessenes Gleichgewicht hergestellt werden.

Stand: 14.05.2019, 11:04