Kreis Coesfeld warnt vor Geflügelpest

Stand: 14.11.2021, 14:12 Uhr

Der Kreis Coesfeld ruft dazu auf, vorzusorgen und die Geflügelbestände und Vogelhaltungen zu schützen. In Norddeutschland ist die Geflügelpest bei einigen Wildvögeln und in einzelnen Haustierbeständen ausgebrochen.

"Die bisherigen Ausbrüche können Vorboten eines großen Seuchengeschehens in den kommenden Monaten sein, von dem auch der Kreis Coesfeld betroffen sein könnte“, erklärt Dr. Markus Nieters, Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Coesfeld.

Nachdem bei Wildvögeln und in einzelnen Haustierbeständen in Norddeutschland mehrere Ausbrüche der Geflügelpest festgestellt wurden, stuft das Friedrich-Löffler-Institut das Risiko der Geflügelpest auch in weitere Regionen Deutschlands als hoch ein – auch aufgrund des aktuellen Vogelzuges.

Geflügelhalter sollen Tiere schützen

Jeder Geflügelhalter müsse nach tiergesundheitsrechtlichen Bestimmungen geeignete Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, um die Verbreitung von Tierseuchen in und aus seinem Bestand zu vermeiden. Sollte die Geflügelpest ausbrechen, müsse die Unterbringung der Tiere in einem geschlossenen Stall erfolgen. Alternativ könne eine sogenannte "Schutzvorrichtung" mit engmaschigen Seitenwänden und geschlossenem Dach verwendet werden. Dabei ist ausschließen, dass das gehaltene Geflügel Kontakt mit möglicherweise infizierten Wildvögeln oder deren Ausscheidungen haben kann. Der Kreis Coesfeld verschickt dazu in den kommenden Tagen eine Checkliste zur Eigenkontrolle an alle bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Geflügelhalter.

Die auch "Vogelgrippe" genannte Geflügelpest ist eine meldepflichtige Tierseuche, die vor allem bei Wasservögeln, aber auch anderen Vögeln vorkommt. Bei den empfindlichen Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Todesraten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent.

Daher müssten sich Tierhalter bei zweifelhaften Krankheitserscheinungen in ihrem Geflügelbestand unmittelbar mit Ihrem Haustierarzt oder dem Veterinärdienst zur Abklärung in Verbindung setzen.