Geflügelpest: Mehrere Bestände im Kreis Borken vorsorglich gesperrt

Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk"

Geflügelpest: Mehrere Bestände im Kreis Borken vorsorglich gesperrt

Sieben Geflügelbestände im Kreis Borken sind vorsorglich gesperrt worden. Grund dafür sind Lieferungen von Betrieben, die von der Geflügelpest betroffen sind.

Eine Geflügelhandlung aus dem Kreis Gütersloh hatte am 17. November Junghennen und Puten an insgesamt sieben kleine Geflügelhaltungen im Kreis Borken ausgeliefert. Die Tiere stammten aus einem Aufzuchtbetrieb im Kreis Paderborn, in dem die Geflügelpest am Tag darauf bestätigt wurde.

Erste Proben unauffällig

Tierärzte des Kreises Borken untersuchten das Geflügel umgehend und nahmen Proben. Das Ergebnis: unauffällig. Die Tiere sollen dennoch ein zweites Mal untersucht werden. Alle getroffenen Vorsichtsmaßnahmen bleiben vorerst in Kraft, heißt es von Seiten des Kreises Borken.

Aufruf zu Vorsichtsmaßnahmen

Auch Kleinstbetriebe sind dazu aufgerufen, ihr Geflügel vor der hochansteckenden Krankheit zu schützen, sagt Kreisveterinärin Anja Miebach, zum Beispiel indem sie es von Wildvögeln und Haustieren fernhalten. Geflügelhalter sollten ihre Ställe außerdem nur in sauberer Schutzkleidung betreten und regelmäßig desinfizieren.

Warnung auch im Kreis Coesfeld

Nach Ausbrüchen von Geflügelpest in einigen Betrieben in Norddeutschland, hatte auch der Kreis Coesfeld dazu aufgerufen, Geflügelbestände zu schützen. "Die bisherigen Ausbrüche können Vorboten eines großen Seuchengeschehens in den kommenden Monaten sein, von dem auch der Kreis Coesfeld betroffen sein könnte“, erklärt Dr. Markus Nieters, Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Coesfeld. Der Kreis hat dazu eine Checkliste zur Eigenkontrolle an alle bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Geflügelhalter verschickt.

Die auch "Vogelgrippe" genannte Geflügelpest ist eine meldepflichtige Tierseuche, die vor allem bei Wasservögeln, aber auch anderen Vögeln vorkommt. Bei den empfindlichen Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Todesraten beobachtet - teilweise bis zu 100 Prozent.

Vogel- und Schweinegrippe – wie gut sind wir geschützt? Quarks & Co 21.02.2017 05:25 Min. Verfügbar bis 21.02.2022 WDR

Stand: 22.11.2021, 19:21