Fußweg soll Unfallschwerpunkt bei Erndtebrück entschärfen

Fußweg soll Unfallschwerpunkt bei Erndtebrück entschärfen

Von Fritz Sprengart

  • Erste Konsequenzen nach tödlichem Fußgängerunfall
  • Kreis spricht sich für einen Bürgersteig bei Erndtebrück aus
  • Ende Oktober war ein Fußgänger tödlich verunglückt

Der tödliche Unfall eines Fußgängers bei Erndtebrück hat erste Konsequenzen: Der Landesbetrieb Straßen.NRW soll prüfen, ob ein Bürgersteig entlang der Landstraße machbar ist. Das hat der Kreisverkehrsausschuss am Montag (13.11.2017) beschlossen.

In der Dunkelheit verunglückt

Ende Oktober war ein 22-jähriger Fußgänger nachts zwischen den Erndtebrücker Ortsteilen Birkelbach und Womelsdorf verunglückt. Er war auf dem Heimweg von einer Feier, als ein Auto ihn kurz vor einer Kurve anfuhr. Der 22-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

"Es geht um Menschenleben"

Ein Mann steht an einer Straße

Für einen Fußweg: Fritz Hoffmann

Die Strecke gilt als Unfallschwerpunkt. Auch deshalb fordert Birkelbachs Ortsvorsteher Fritz Hoffmann schon seit langem einen Fußweg. Dass ein Bau hohe Kosten verursachen könnte, ist für ihn kein Argument gegen das Projekt. "Hier geht es letztendlich um Menschenleben. Das ist doch das Wichtigste."

Ein Mann mit Brille schaut in die Kamera

Eberhard Zimmerschied

Ob der Fußweg tatsächlich kommt, ist aber noch nicht sicher. Denn rund um die Durchgangsstraße liegen Weideflächen mehrerer Landwirte. "Die müssten wir erst einmal kaufen", erläutert Eberhard Zimmerschied von Straßen.NRW. Und ob die Bauern überhaupt verkaufen wollen, ist unklar - zumal das Land relativ wenig für solche Flächen zahlt.

Sechsstellige Summe für 500 Meter Weg

Außerdem müssten entlang der Straße Bäume gefällt, Böschungen versetzt und Erdreich aufgeschüttet werden. Der geplante Fußgängerweg wird am Ende mehrere hunderttausend Euro kosten - und das, obwohl er nur 500 Meter lang ist.

Stand: 14.11.2017, 10:18