Lemgo: Mann vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen

Ein Fuchs (Vulpes vulpes) auf der Jagd.

Lemgo: Mann vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen

  • Tierquälerei konnte nicht nachgewiesen werden
  • Füchse sollen nicht versorgt worden sein
  • Schliefenanlage dient zur Abrichtung von Jagdhunden

Wie das Amtsgericht Lemgo am Donnerstag (13.09.18) mitteilte, konnte dem 60-jährigen Mann ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz nicht nachgewiesen werden. Zudem habe eine Zeugin den Mann entlastet. Ihm wurde vorgeworfen, drei Füchse auf einer sogenannten Schliefenanlage über mehrere Tage bei großer Hitze nicht ausreichend versorgt zu haben.

Anlage simuliert Fuchsbau

Die Schliefenanlage im Lemgoer Ortsteil Voßheide simuliert einen Fuchsbau mit Röhren und Kammern und dient zur Abrichtung von Jagdhunden. Die Füchse sind dabei durch Gitter vor den Hunden geschützt. Nach WDR-Recherchen ist die Anlage in Lemgo die einzige in Ostwestfalen-Lippe.

Kritik von Tierschützern

Tierschützer kritisieren diese Form der Ausbildung zur Fuchsjagd als Tierquälerei und fordern die Schließung solcher Anlagen. Das "Aktionsbündnis Fuchs" beklagt, dass die Füchse nicht ordnungsgemäß betreut würden.

Stand: 13.09.2018, 17:55

Weitere Themen