Freispruch nach Mord im Maisfeld bei Meschede

Leichenfund in Maisfeld

Freispruch nach Mord im Maisfeld bei Meschede

Das Arnsberger Landgericht hat einen polnischen Bauarbeiter im Prozess um den so genannten Maisfeldmord von Meschede vom Vorwurf des gemeinschaftlichen Totschlags freigesprochen.

Tat nicht nachzuweisen

In elf Prozesstagen haben die Richter keine zweifelsfreie Schuld des 38-jährigen Angeklagten feststellen können. Wer den 45-jährigen Ukrainer erschlagen hat, bleibt somit unbekannt. Vor der Tat trafen sich mehrere Arbeitskollegen in einer Wohnung in Meschede-Calle. Es kam zu einem Trinkgelage, das später Opfer war dabei.

Zeugen nicht auffindbar

Der Angeklagte im Landgericht Arnsberg.

Freispruch für den Angeklagten

Auch DNA-Spuren von Opfer und Angeklagtem an einem Vorschlaghammer reichten in diesem Indizienprozess nicht aus. Das Gericht versuchte vergeblich, weitere an der Schlägerei Beteiligte vorzuladen. Ihr Aufenthaltsort im osteuropäischen Ausland ist unbekannt.

Die Leiche war im September vergangenen Jahres in einem Maisfeld bei Meschede gefunden worden.

Stand: 23.09.2020, 19:42