Bielefelder Studie untersucht Fahrtüchtigkeit von Senioren

Älterer Autofahrer am Steuer

Bielefelder Studie untersucht Fahrtüchtigkeit von Senioren

  • Forschungsprojekt am Ev. Klinikum Bethel
  • Untersucht werden Senioren im Straßenverkehr
  • Auch Demenz von anderen Autofahrern im Blick

Das Evangelische Klinikum Bethel beschäftigt sich in einem Forschungsprojekt mit Senioren im Straßenverkehr. In einer neuen Studie will die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie unter anderem die Fahrtüchtigkeit von älteren Menschen mit einer beginnenden Demenz untersuchen.

Autofahrer mit Demenz im Fokus

Ein Forscherteam der Klinik hat einen Fragebogen entwickelt, mit dem Risikofaktoren von Senioren im Straßenverkehr erfasst werden, zum Beispiel nachlassende Seh- und Reaktionsfähigkeit. In neuen Studie wollen die Forscher jetzt auch Autofahrer mit einer Demenz in den Blick nehmen.

Sie wollen herausfinden, wie sich eine meist schleichend beginnende Demenz auf das Autofahren auswirkt. Die freiwilligen Tests sollen älteren Autofahrern neutral und objektiv vor Augen führen, wie sicher oder unsicher sie im Straßenverkehr sind. Teilnehmer werden auch beraten, wie sie ohne Führerschein mobil bleiben können.

Stand: 07.02.2019, 10:27

Kommentare zum Thema

8 Kommentare

  • 8 hø'ø 08.02.2019, 06:23 Uhr

    Fahrtauglichkeit ist eher eine Frage des Trainings als des Alters. Wenn man nur einmal in der Woche zum Einkaufen fährt, weil man nicht mehr jeden Morgen zum Arbeitsplatz muß, ist man in der Bedienung des Fahrzeugs wesentlich ungeübter, als wenn man es täglich benutzt. Auch schult häufiges Fahren das Reaktionsvermögen, was entsprechend natürlich auch für andere Tätigkeiten, die schnelle Reaktionen fordern, gilt (Fechten zB). Gibt es eigentlich eine Statistik, die altersverteilt auf die Ursachen von Unfällen eingeht, und wie sieht es da bei Senioren aus: Sind deren Unfälle tatsächlich häufiger als bei anderen Altersgruppen auf medizinische Gründe zurückführbar? Oder fahren, überspitzt gesagt, Senioeren gerne zu schnell?

  • 7 Klaus 08.02.2019, 00:57 Uhr

    Welch Frevel, würde auch nur den unfähigsten Senioren das Auto entzogen! In Deutschland muss das Auto ein Menschenrecht und -pflicht sein, VW braucht Käufer. Nun hat Bielefeld sogar einen Bahnhof, ein Straßenbahnnetz und Buslinien. Aber wer zB nur 15 km weiter Richtung Lippe auf dem Dorf lebt, der braucht zwangsläufig ein Auto.

  • 6 Michael 07.02.2019, 21:54 Uhr

    Ich finde gut das solche Tests auf Fahrtauglichkeit durch geführt werden. Zum einem weil es die Sicherheit für jeden Verkehrsteilnehmer erhöht, auch für Passanten...zum anderen werden die Rentner so vor sich selber geschützt. Fahrtauglichkeit sollte aber nicht nur bei Rentnern durch geführt werden. Es gibt schon viele rasante Autofahrer, welche ím Glauben sind, das jeder Wissen muß was er gerade mit seinem Fahrzeug vor hat, da sind es nicht nur die jungen Fahranfänger, denen man es noch verzeiht, da man selbst ja auch mal lernen mußte,nein..da sind die langjährigen Fahrer welche die "LmaA" Haltung haben, und sich eigensinnig und gefährdend Verhalten- Blinker sind Sonderausstattung, Neue Regeln hat man nicht drauf, 30er Zonen missachtet...und und und.. da gibts wirklich einiges.. Aber zurück..Senioren brauchen den Schein....wenn diese noch fahren können...sollen sie solange es geht unabjhängig bleiben

  • 5 Tölle Erich 07.02.2019, 18:55 Uhr

    Ich finde dass muss für sich selber prüfen ob mann fahren kann oder nicht.

  • 4 Dieter Breuer 07.02.2019, 17:25 Uhr

    Nichts gegen eine Überprüfung der Fahrtüchtigkeit. Dann jedoch ohne Selektion nach Alter, Geschlecht, usw.. Wenn prüfen, dann bitte alle. Auch die jungen Männer unter 25, bei denen es auch besonders mit der Fahrtüchtigkeit hapert.

  • 3 Dirk Benninghaus 07.02.2019, 16:47 Uhr

    Es ist höchste Zeit, das Thema "Fahrtüchtigkeit bei Senioren" einmal ernsthaft aufzugreifen und bei nachgewiesener Fahruntauglichkeit aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder mangelnder Reaktionsfähigkeit auch den Führerschein einzuziehen. Das hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern mit Sicherheit und Gerechtigkeit gegenüber Fahranfängern, die mit dem Führerschein auf Probe leben.

  • 2 D.B.Cooper 07.02.2019, 13:22 Uhr

    Irgendwie mutet das ganze an ältere Menschen zu diskriminieren...ob der Politik bewusst ist daß viele Senioren auch Wähler sind? Also bitte Schluss mit den Ideen älteren Menschen den Führerschein streitig zu machen - vom Drama namens Öffentlicher Nahverkehr wollen wir erst gar nicht reden!

    Antworten (2)
    • S.B.Cooper 07.02.2019, 15:05 Uhr

      Ein genauerer Blick auf die Unfallstatistik zeigt, dass die Altersgruppe über 75 die gleichen hohen Unfallzahlen aufweist, wie die Fahranfänger. Bei Fahranfängern sind die Ursachen für die hohen Unfallzahlen in der Regel in mangelnder Fahrpraxis und Draufgängertum zu suchen. Beides Dinge, die sich im Laufe der Zeit auswachsen. Bei den Personen ab 75 Jahren sind die Ursachen jedoch in der Regel in medizinischen Defiziten zu suchen. Diese wachsen sich aber nicht aus, sondern werden tendenziell mit zunehmendem Alter schlimmer. Für die Fahranfänger gibt es den Führerschein auf Probe mit verschärften Regeln, die einzuhalten sind, um den Führerschein nicht zu verlieren. Ältere Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, auf ihre Defizite aufmerksam gemacht zu werden, da sie selbst diese oftmals nicht bemerken können. Nachdem ihnen diese aufgezeigt werden, sollen sie selbst entscheiden, ob sie noch fahren wollen. Also, wer wird hier diskriminiert? Die Ältern oder die Jüngeren? Oder gar niemand?

    • hø'ø 08.02.2019, 06:31 Uhr

      @S.B.Cooper "Bei den Personen ab 75 Jahren sind die Ursachen jedoch in der Regel in medizinischen Defiziten zu suchen. " Haben Sie dafür eine Quelle, eine Statistik zu den Unfallursachen bei Senioren (im Vergleich zu denen bei Rookies)? Die bei der Deutschen Verkehrswacht als Hauptgründe aufgeführten Unfalursachen deuten eher auf größere Rücksichtslosigkeit denn auf medizinische Gründe hin (Vorfahrt, Abbiegen, Anfahren, Nichtbeachtung des Verkehrs als Fußgänger).

  • 1 auf dem Land biste verloren... 07.02.2019, 11:18 Uhr

    "Teilnehmer werden auch beraten, wie sie ohne Führerschein mobil bleiben können. " Das kann an vergessen, selbst schon am Rande von Ballungszentren. Busse fahren zu selten oder garnicht (Rheinberg!) oder man schafft es nicht sich zu setzen,weil die schon losrasen oder Züge kommen gar nicht... Wenn ich zu Fuß Brötchen holen würde, wäre ich 90 Minuten unterwegs, ohne Bedienzeit im Laden. Mit dem Fahrrad ca. 25 Minuten, was bei Regen oder der Kälte jetzt auch nichts taugt. Insofern, es bleibt einem nichts anderes über als ein Fahrzeug mit vier Rädern zu haben, das einen auch bei schlechter Witterung sicher zum Arzt/Einkaufen/zu Freunden/Verwandten fahren lässt. Sich von Kindern/Freunden dauernd fahren zu lassen ist keine Alternative, da diese (egal wer) das nicht dauernd tuen möchten (normal), selbst wenn sie hilfsbereit sind. Infrastrukturelle Probleme zeigen sich somit bei der Nahversorgung und der Verkehrsinfrastruktur,Staatsaufgaben die man verschlafen hat!Kein Danke SPD/GRÜNE

    Antworten (1)
    • D.B.Cooper 07.02.2019, 13:26 Uhr

      Alle haben verschlafen beim Nahverkehr, aber wirklich alle ;-)