Gläubigerforderungen bei Gerry Weber steigen auf 275 Millionen Euro

Ein Monteur hängt ein Schild mit dem Schriftzug "Gerry Weber" an einer Filiale der Modemarke ab.

Gläubigerforderungen bei Gerry Weber steigen auf 275 Millionen Euro

  • 1.500 Gläubiger stellen Forderungen
  • Erste Filialen schließen im Juli in Ostwestfalen-Lippe
  • Angebote von Investoren sollen vorliegen

Im Insolvenzverfahren beim Modehersteller Gerry Weber haben Gläubiger inzwischen Forderungen in Höhe von 275 Millionen Euro angemeldet. Das teilte der Sachverwalter am Dienstag (04.06.2019) auf einer Gläubigerversammlung mit. Erste Filialen sollen schon im Juli geschlossen werden.

Angebote von Investoren sollen vorliegen

Mit der Höhe der Forderungen habe das Unternehmen gerechnet, teilte ein Unternehmenssprecher nach der Gläubigerversammlung mit. Es gebe mehrere Angebote von potenziellen Investoren, denkbar sei aber auch die Umsetzung eines Insolvenzplans, bei dem die Gläubiger dem Unternehmen mit ihren Forderungen entgegenkommen.

Erste Filiale schließt in Bad Lippspringe

Der Modekonzern will bis Ende des Jahres rund 146 von 460 Filialen in Deutschland schließen. Die erste werde im Juli die in Bad Lippspringe sein, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Ende September werden die Modehäuser am Stammsitz in Halle und in Versmold folgen und im Oktober das "House of Gerry Weber" und die Samoon-Filiale in der Bielefelder Innenstadt.

Gerry Weber International hatte im Januar beim Amtsgericht Bielefeld Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt – mit dem erklärten Ziel, das Unternehmen zu sanieren. Rund 330 Vollzeitarbeitsplätze werden wegfallen.

Ostwestfalen: "Gerry Weber" ist pleite Aktuelle Stunde 25.01.2019 03:19 Min. UT Verfügbar bis 30.12.2099 WDR Von Arndt Möller

Stand: 04.06.2019, 18:46