Gütersloh: IG Metall fordert Zukunftskonzepte von Miele

Miele in Gütersloh

Gütersloh: IG Metall fordert Zukunftskonzepte von Miele

  • IG Metall will Investitionen und Qualifizierung von Mitarbeitern
  • Entsprechende Tarifverträge darüber fehlen
  • Miele will teils in Osteuropa produzieren lassen

Die IG Metall Gütersloh-Oelde fordert vom Hausgerätehersteller Miele Zukunftskonzepte für seine deutschen Werke. "Wir wollen von Miele Investitionspläne für die acht deutschen Werke, eine vernünftige Personalentwicklung und Qualifizierungen für die Mitarbeiter", erklärte Thomas Wamsler, Geschäftsführer der IG Metall Gütersloh-Oelde. Diese Forderung erneuerte Wamsler auch am Montag (25.02.2019) bei einem Pressegespräch.

Miele Konzern auf Sparkurs WDR aktuell 08.11.2018 01:33 Min. Verfügbar bis 08.11.2019 WDR

Entsprechende Tarifverträge zu diesen Themen hätten bisher gefehlt, hieß es. Nun aber geht die Gewerkschaft in die Offensive, da Miele angekündigt hatte, künftig seine Waschmaschinen sowie Geschirrspüler zum Teil in Osteuropa produzieren lassen zu wollen.

Bis zu 180 Stellen könnten in Bielefeld wegfallen

Allein im Werk Bielefeld, wo Geschirrspüler hergestellt werden, könnten dadurch in den nächsten Jahren bis zu 180 Stellen wegfallen. Miele gehe es aber mit einem Rekordumsatz von mehr als vier Milliarden Euro derzeit sehr gut, betonte Gewerkschafter Thomas Wamsler im Gespräch mit dem WDR.

Miele: Deutsche Standorte nicht gefährdet

Miele-Geschäftsführer Markus Miele hatte in der Vergangenheit versichert, deutsche Standorte stünden "nicht zur Disposition". Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht geplant.

Vergangenen November hatte Miele die Unternehmensberatung McKinsey beauftragt, um die Kostenstrukturen auf mögliche Einsparmöglichkeiten zu durchleuchten.

Stand: 25.02.2019, 20:38