Abschiebeflüge ab Paderborn-Lippstadt möglich

Flughafen Paderborn-Lippstadt

Abschiebeflüge ab Paderborn-Lippstadt möglich

Die Betreiber des Flughafens Paderborn-Lippstadt finden es wirtschaftlich sinnvoll, wenn Abschiebeflüge auch von Paderborn/Lippstadt aus starten würden. Das bestätigte ein Sprecher auf WDR-Nachfrage.

Die Flughafenbetreiber verweisen auf die Nähe zur Abschiebhaftanstalt Büren. Man habe freie Slots und passende Abfertigungsräume: Bei Abschiebeflügen müssen sich Flüchtlinge in speziellen Räumen aufhalten, um von anderen Reisenden getrennt zu werden.

Über Vergabe der Flüge entscheidet der Bund

Von wo Abschiebeflüge starten, das entscheiden Bundespolizei und Bundesinnenministerium. Aus Paderborn/Lippstadt hat es bisher - wie bei kleinen Flughäfen üblich - keine Abschiebeflüge gegeben, denn die sind in der Abwicklung aufwändig. Ihre Abfertigung wird von der Bundespolizei abgesichert.

Lediglich sogenannte Rückführungsflüge gab es in der Vergangenheit in Paderborn/Lippstadt. Dabei verlassen die Personen freiwillig die Bundesrepublik.

Bezahlt würde der Flughafen für Abschiebeflüge über Start- und Landegebühren.

Der Flughafen Paderborn ist - wie viele kleinere Flughäfen in Deutschland - in seiner Existenz bedroht, das hatten die Anteilseigner im März mitgeteilt.

Stand: 08.04.2019, 18:52

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