Millionen-Verluste am Flughafen Münster/Osnabrück

Der geschlossene Eingang zum Terminal

Millionen-Verluste am Flughafen Münster/Osnabrück

Von Christian Schweitzer

  • Terminal weiter geschlossen
  • Stillstand kostet monatlich 1 Million Euro
  • Neustart nach Pfingsten geplant

Der weitgehende Stillstand im europäischen Luftverkehr belastet den Flughafen Münster/Osnabrück schwer. Der große Terminal ist abgeschlossen, der Großteil der 480 Mitarbeiter seit dem 1. März in Kurzarbeit. Auf dem Vorfeld parken sechs Lufthansa-Jets.

1 Million Euro Verlust pro Monat

Ein Mann mit Mund-Nasen-Schutz steht in einem geschlossenen Flughafenterminal

Flughafenchef Rainer Schwarz hofft auf die Rückkehr der Passagiere

Diese Situation sei für den FMO besonders dramatisch, erklärt Flughafenchef Rainer Schwarz. Im Januar und Februar war der Airport noch einer der wachstumstärksten in Deutschland. "Jetzt verliert der FMO coronabedingt jeden Monat eine Million Euro." Dazu kommen 29 Millionen Euro Restschulden aus den Vorjahren.

Ungewisse Zukunft am Flughafen Münster/Osnabrück Lokalzeit Münsterland 28.05.2020 02:38 Min. Verfügbar bis 28.05.2021 WDR Von Christian Schweitzer

Hilferuf der kommunalen Eigentümer

Immerhin hat die Landesregierung angekündigt, auch den FMO unter den 10 Milliarden-Euro Rettungsschirm des Landes zu nehmen. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Hilferuf aller NRW-Flughäfen. Die aktuelle Liquidität des FMO ist also durch Förderkredite gesichert.

Flughafen Münster/Osnabrück erwartet langwierige Corona-Verluste

WDR Studios NRW 28.05.2020 00:41 Min. Verfügbar bis 28.05.2021 WDR Online

Neustart nach Pfingsten

Die ganze Hoffnung liegt jetzt auf dem ersten Linienflug der Lufthansa. Ab dem 2. Juni 2020 will die Airline dann wieder täglich vom FMO nach München fliegen. Der Terminal wird wieder in Betrieb genommen. Masken sind Pflicht. Ab dem 8. Juni starten dann auch Flüge nach Stuttgart.

Und dann sollen möglichst bald auch wieder Urlaubsflüge vom FMO starten, hofft FMO-Chef Rainer Schwarz. Klar sei aber:  "Die Coronakrise wird auch über 2021 hinaus ihre Spuren hinterlassen."

Stand: 29.05.2020, 10:32