NRW-Kommunen wollen Flüchtlingshilfe ausweiten

Kind in Flüchtlingslager in Griechenland

NRW-Kommunen wollen Flüchtlingshilfe ausweiten

  • Flüchtlinge aus überfüllten Lagern aufnehmen
  • Konkrete Zahlen bis zum Sommer
  • Bundesregierung muss zustimmen

Mehrere Städte der Initiative "Sicherer Hafen" in NRW haben vereinbart, Flüchtlingen in Not konkret zu helfen. Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hat am Dienstag (21.01.2020) die Ergebnisse aus Gesprächen mit 16 NRW-Kommunen bekannt gegeben. Sie planen, mehr geflüchtete Menschen aufzunehmen, als sie es bisher über ihre Aufnahmequote müssen.

Reaktion auf "katastrophale Lage in griechischen Lagern"

"Damit will man bisherige symbolische Solidaritätsbekundungen der Städte mit Leben füllen", sagte Clausen. Konkret soll es um die Aufnahme geflüchteter Menschen gehen, die derzeit in Lagern auf griechischen Inseln zum Teil unter katastrophalen Bedingungen leben.

Kommunen bestimmen Kontingente selbst

Bielefelds Oberbürgermeister stellt Ergebnisse des Städtetreffens vor

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Jede Kommune will in den kommenden Monaten prüfen, wie viele Flüchtlinge sie zusätzlich aufnehmen kann, so Clausen. Auch andere Städte sind aufgerufen, sich ebenfalls zu beteiligen. Dies sei vollkommen freiwillig. Es könne auch sein, dass einige Städte nach ihren Prüfungen und Diskussionen in den Ausschüssen bei den symbolischen Bekundungen bleiben, so Clausen.

Bundesregierung muss Flüchtlingsaufnahme zustimmen

Eine Gesamtzahl und damit ein neues Aufnahmekontingent wolle man gemeinsam bis Sommer dem Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) übergeben. Denn am Ende müssen die Bundesländer und auch die Bundesregierung grünes Licht für die Pläne geben. Zu den Städten, die bei dem Treffen in Bielefeld dabei waren, gehören unter anderem Bielefeld, Detmold, Bonn, Unna und Krefeld.

Seenotrettung und Schlepperbanden – wie soll eine europäische Flüchtlingspolitik aussehen? Presseclub 14.07.2019 57:12 Min. UT Verfügbar bis 14.07.2020 Das Erste

Stand: 21.01.2020, 16:30