Uni Bielefeld bereitet geflüchtete Lehrer auf den Schuldienst vor

Eine Lehrerin mit Kopftuch unterrichtet zwei Schüler

Uni Bielefeld bereitet geflüchtete Lehrer auf den Schuldienst vor

Die Uni hat bereits den dritten Jahrgang geflüchteter Lehrerinnen und Lehrer auf die Arbeit an Schulen in OWL vorbereitet. 26 Geflüchtete haben das Programm erfolgreich absolviert.

Mehr als 70 geflüchtete Lehrkräfte hat die Universität Bielefeld bisher im Programm "Lehrkräfte Plus" weitergebildet. Fast alle arbeiten mittlerweile in Grund-, Real- oder Gesamtschulen in Ostwestfalen-Lippe oder dem Münsterland.

Vorraussetzung: Gute Deutschkenntnisse

Die Geflüchteten stammen aus Afghanistan, dem Irak, dem Iran, der Türkei und Syrien. Alle haben in ihren Heimatländern als Lehrer gearbeitet und beispielsweise Englisch, Mathematik oder Naturwissenschaften unterrrichtet.

Die Voraussetzung war, dass alle gut Deutsch sprechen. Nach der Weiterbildung an der Uni Bielefeld unterstützen sie zunächst andere Lehrkräfte an Schulen in OWL und dem Münsterland. Bald sollen sie auch selbst unterrichten. Außerdem kümmern sie sich um die Integrationsarbeit an den Schulen. Bisher wurde das Projekt von der Bertelsmann Stiftung mitfinanziert. Nun steigt der Deutsche Akademische Austauschdienst in die Finanzierung mit ein.

Programm inzwischen auch an weiteren Unis

Es ist bereits der dritte Jahrgang, der das Programm absolviert hat. 2017 hat die Uni Bielefeld erstmals begonnen, 25 Lehrkräfte weiterzubilden. Der Lehrgang dauerte ein Jahr. Das Lehrkräfte Plus-Programm an der Uni Bielefeld war das erste seiner Art, inzwischen gibt es das Modell auch an den Universitäten in Bochum, Duisburg-Essen, Köln und Siegen.

Stand: 18.09.2020, 13:08