Infizierte niederländische Fleischarbeiter wohnen in NRW

Arbeiter in Fleischfabrik zerlegen Fleisch

Infizierte niederländische Fleischarbeiter wohnen in NRW

  • Beschäftigte von niederländischen Betrieben betroffen
  • 28 Fälle aus dem Umfeld im Kreis Borken
  • Betroffene und Kontaktpersonen unter Quarantäne

In einem niederländischen Schlachthof in Groenlo nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen haben sich mehr als 140 Mitarbeiter mit Corona infiziert, fast 80 von ihnen wohnen in Deutschland, 28 Fälle sind bisher im Kreis Borken bekannt.

Rhede kontrolliert Quarantäne

Allein in einem Hochhaus in Rhede wurden 21 Menschen positiv auf Corona getestet. Sie alle arbeiten bei dem Fleischunternehmen Vion in Groenlo, sind aber wegen der günstigeren Mieten in Deutschland untergebracht.  Um eine weitere Infektionswelle in Rhede zu verhindern, hat die Stadt jetzt an alle Bewohner des Hochhauses unterschiedlich farbige Bändchen für Infizierte und Nicht-Infizierte verteilt, ein Wachdienst achtet darauf, dass niemand mit Quarantäneverordnung das Haus verlässt.

Der betroffene Schlachthof wurde von den niederländischen Behörden geschlossen, die deutschen Behörden wurden informiert.

Viele Infektionen in der Fleischindustrie

In den vergangen Wochen hatte es auch in deutschen Schlachthöfen und fleischverarbeitenden Betrieben auffällig viele Corona-Infektionen gegeben. Der Schlachthof der Firma Westfleisch in Coesfeld wurde vorübergehend geschlossen.

Stand: 25.05.2020, 18:05