Richter bestätigen Teil-Lockdown in NRW - Fitnessstudio-Eilantrag zurückgewiesen

Fitnessstudios müssen wieder schließen

Richter bestätigen Teil-Lockdown in NRW - Fitnessstudio-Eilantrag zurückgewiesen

In einer ersten Entscheidung hat das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag die neue Corona-Schutzverordnung für NRW bestätigt. Es wies den Eilantrag einer Fitnessstudio-Kette zurück.

Demnach müssen im Zuge des Teil-Lockdowns in Nordrhein-Westfalen Fitnessstudios geschlossen bleiben. Die Kette, die in Köln und Umgebung elf Studios betreibt, hatte die angeordnete Schließung für unnötig gehalten. Gegenüber dem Gericht führte sie an, ihre Hygiene- und Rückverfolgungskonzepte verhinderten eine unkontrollierte Infektionsausbreitung.

Hygienekonzepte reichen nicht aus 

Dem folgte das Gericht nicht. Das Verbot von Freizeit- und Amateursport in Fitnessstudios trage zur beabsichtigten Kontaktreduzierung im Freizeitbereich bei. Die bestehenden Hygienekonzepte änderten nichts daran, dass in Fitnessstudios üblicherweise eine größere Anzahl wechselnder Personen in geschlossenen Räumen zusammenkomme.

Gesundheit wichtiger als Geld

Die wirtschaftlichen Einbußen, die durch die staatlichen Hilfsmaßnahmen abgemildert würden, fielen weniger schwer ins Gewicht als der Schutz von Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen. 

Die Corona-Schutzverordnung ist der rechtliche Rahmen für den Teil-Lockdown in NRW, sie gilt seit Montag (02.11.2020). Bis Freitagnachmittag waren beim OVG insgesamt 62 Eilanträge gegen die Verordnung eingegangen.

Stand: 06.11.2020, 17:41