Fischsterben in Ems: Feuerwehr hat Sauerstoffgehalt erhöht

Tausende tote Fische werden von Sportfischern aus der Ems geborgen

Fischsterben in Ems: Feuerwehr hat Sauerstoffgehalt erhöht

  • Bergen von toten Fischen im Kreis Gütersloh
  • Extrem niedriger Sauerstoffgehalt in der Ems
  • Feuerwehr erhöhte Sauertoffgehalt mit Wasserpumpen

Noch ist die Ursache für das massenhafte Fischsterben in der Ems unklar. Die Auswertung der Wasserproben hat allerdings ergeben, dass der Sauerstoffgehalt des Flusses extrem niedrig ist. Die Feuerwehr pumpte deshalb am Mittwochabend (26.06.2019) Flusswasser erst aus der Ems zwischen Rheda-Wiedenbrück und Herzebrock-Clarholz heraus und dann wieder hinein.

Analyse toter Fische soll Todesursache klären

Außerdem bergen Freizeitfischer mit Unterstützung der DLRG weiterhin tausende tote Fische aus der Ems. Die Kadaver müssen aus dem Wasser geholt werden, da ihr Verwesungsprozess zu einer weiteren Verunreinigung des Gewässers führen würde. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Analyse toter Fische steht noch aus.

Fischsterben mit beispielloser Dimension

Erst dann könne man sagen, "was die wirkliche Ursache war, ob die natürlich oder von Menschen gemacht ist, ob sich das wieder ereignen kann und was für einen Zustand das Gewässer jetzt hat für die spätere Wiederbesatzmaßnahme", stellt Marcus Borgmann vom Sportfischereiverein Rheda-Gütersloh fest.

Fischstand auf Null

Auf einer acht Kilometer langen Ems-Strecke sind Schleien, Rotaugen und Barsche tot. Ebenso die Aale, die der Verein kürzlich für 2.000 Euro ausgesetzt hat. Der Besatz der Ems mit neuen Fischen wird rund 20.000 Euro kosten, schätzt der Vorsitzende.

Stand: 27.06.2019, 09:56

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