Firmen in Südwestfalen buhlen um Azubis

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Firmen in Südwestfalen buhlen um Azubis

Azubimangel - keine Neuigkeit auf dem Arbeitsmarkt. Doch einige Unternehmen in Südwestfalen haben kreative Lösungen gefunden, um für die Azubis attraktiver zu werden.

Wer als Arbeitgeber für die jungen Bewerber herausstechen möchte, muss mehr bieten als die Konkurrenz. Oft können Jugendliche zwischen mehreren Angeboten auswählen, und es entscheiden letztendlich die Zusatzangebote des potenziellen Arbeitgebers.

Sind Lehrjahre doch Herrenjahre?

Um dem Azubimangel entgegenzuwirken, haben die Unternehmen Angebote für die Auszubildenden ausgearbeitet. Die Firma Gedia, Automobilzulieferer aus Attendorn, etwa stattet ihre Auszubildenden mit Tablets aus. Die Dienstkleidung wird gewaschen, es gibt Geldprämien für gute Prüfungsnoten oder Fahrsicherheitstrainings. Auch Praktika im Ausland sind möglich.

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Mit solchen Angeboten ist Gedia allerdings nicht alleine auf dem Markt. Der Kreuztaler Getränke-Großhändler GVS stellt ab dem zweiten Lehrjahr ein eigenes Auto zur Verfügung - verbunden mit dem ausdrücklichen Wunsch, es auch privat zu nutzen. Auch ein Wohnheimplatz während des ersten Lehrjahres ist möglich.

Durch Corona gibt es immer noch einen Mangel

Die Angebote werden in der Firma Gedia zwar bislang gerne angenommen - aktuell sind alle 24 Plätze belegt. Allerdings ruft Ausbildungsleiter Oliver Bödefeld zu Bewerbungen allgemein auf: "Für die kommende Saison läuft es schleppend an. Coronabedingt sind Bewerber seltener geworden." Der Mangel bleibt weiter bestehen - trotz Angeboten.

Firmen kämpfen um Azubis 03:33 Min. Verfügbar bis 02.07.2022

Stand: 05.07.2021, 07:37