Sundern: Firma baut Kühlcontainer für Corona-Impfstoff

Sundern: Firma baut Kühlcontainer für Corona-Impfstoff

Von Heinz Krischer

Eine Sunderner Firma hat einen Kühlcontainer für den Corona-Impfstoff von "BioNTech" entwickelt. Darin können große Mengen an Impfstoff transportiert und gelagert werden.

Die Sunderner Firma "L&R Kältetechnik" hat eine Lösung gefunden, wie große Mengen des Corona-Impfstoffs der Firma "BioNTech" sicher transportiert und gelagert werden können. Sie baut dafür übliche Container zu eiskalten Lagern um.

"Wichtig ist, dass der Impfstoff bei mindestens minus 70 Grad Celsius gelagert wird", weiß Christoph Wiemer. Er leitet den Sonderanlagenbau bei L&R und hat schon für viele Kunden aus der Pharmaindustrie und Medizintechnik Kälteanlage konstruiert.

Zugangskontrolle und Kälteschleuse

Personen vor einem Kühlcontainer

In dem Container herrschen minus 70 Grad Celsius

Der jetzt entwickelte Container ist High-Tech pur: An den beheizten Türen (damit sie nicht zufrieren) gibt es elektronische Zugangskontrollen. Daran schließt sich eine Kälteschleuse mit minus 20 Grad an – erst dahinter kommt der Lagerraum für den Impfstoff. Hier herrschen auf der gesamten Fläche minus 70 Grad Celsius.

Herzstück sind zwei Kältemaschinen

Das Herz des extrem isolierten Containers sind zwei Kältemaschinen. Zwei, damit, falls eine ausfallen sollte, die andere sofort anspringen kann. Ein Stromaggregat sorgt dafür, dass die Kühlung auch während des Transports auf einem Lkw permanent laufen kann. So kann der Impfstoff vom Hersteller direkt zum Impfzentrum gebracht und dort genutzt werden.

Großes Interesse an Container

Das Interesse von Logistikfirmen und Pharmahändlern an dem speziellen Kühl-Container sei groß, sagt Geschäftsführer Sebastian Rüßmann. Insgesamt rechnet die Firma damit, 60 bis 70 der mehrere hunderttausend Euro teuren Container weltweit verkaufen zu können.

Stand: 24.11.2020, 07:41