Ärger um neue Arbeitsverträge in Münster

Außenansicht des Möbelhauses Finke in Münster

Ärger um neue Arbeitsverträge in Münster

  • Betriebsversammlung wegen neuer Verträge
  • Schlechtere Konditionen angeboten
  • Gewerkschaft hofft auf Einlenken

Wegen neuer Arbeitsverträge hat es am Mittwoch (19.12.2018) eine Betriebsversammlung beim Möbelhaus Finke in Münster gegeben. Der neue Eigentümer, die Möbel-Kette Höffner, will nach Angaben der Gewerkschaft Verdi schlechtere Konditionen für die rund 180 Mitarbeiter durchsetzen.

Grundgehalt soll sinken

Einige Beschäftigte würden deutlich weniger Geld verdienen, beispielsweise solle das Grundgehalt von 2.400 auf 1.800 Euro sinken. In persönlichen Gesprächen mit den Mitarbeitern werde zum Teil massiv Druck ausgeübt, die neuen Verträge zu unterschreiben, so Verdi.

Eigentlich dürfte der neue Besitzer ein Jahr lang die Arbeitsverträge nicht ändern. Wenn sich allerdings Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigten, gebe es keine rechtliche Handhabe. Aus Angst vor Entlassungen hätten einige Mitarbeiter die neuen Verträge schon unterschrieben.

Hoffnung auf Entgegenkommen

Verdi-Gewerkschaftssekretärin Gabi Beuing

Verdi-Sprecherin Beuing hofft auf ein Einlenken

Nach der Betriebsversammlung appellierte Gewerkschaftssprecherin Gabi Beuing an das Unternehmen, die neuen Arbeitsverträge zurückzunehmen und mit dem Betriebsrat über mögliche Veränderungen zu verhandeln. In ersten Gesprächen habe das Unternehmen jetzt zumindest bei den Provisionszahlungen Entgegenkommen signalisiert, gab sich die Gewerkschaftssprecherin hoffnungsvoll. Von Seiten des Unternehmens gab es am Mittwoch keine Stellungnahme.

Stand: 19.12.2018, 14:04

Weitere Themen