Feuerwehr leidet unter Dauerstau in Lüdenscheid

04:04 Min. Verfügbar bis 30.03.2023

Feuerwehr leidet unter Dauerstau in Lüdenscheid

Stand: 30.03.2022, 07:43 Uhr

Seit der Vollsperrung der A45 gibt es auf den Umleitungsstrecken häufig lange Staus. Das ärgert viele Fahrer. Doch viel schlimmer ist es für die Feuerwehr und die Rettungsdienste. Sie müssen irgendwie da durch, wenn sie einen Einsatz haben. Egal wie voll die Straßen sind. 

Von Heiko Dolle

Für viele Rettungskräfte hat der Stress seit der Sperrung der A45 deutlich zugenommen. Die Straßen in der Innenstadt sind voller geworden. Die Staus länger.

Probleme für große Feuerwehrwagen 

Die Feuerwehr fährt zum Einsatzort

Staus in Lüdenscheid behindern die Einsatzkräfte

"Das ist schon schwierig. Da muss man langsam fahren und gucken, was die Verkehrsteilnehmer machen. Auch mal stehenbleiben, wenn es denn sein muss. Es wäre schon einfacher, wenn die Autobahn frei ist“, berichtet Maik Gröning von der Lüdenscheider Feuerwehr aus Erfahrung. Wenn dann noch Verkehrsunfälle auf den Umleitungsstrecken dazu kommen, "dann würde mir schon der Puls gehen“, erzählt seine Kollegin, Janine Amler.

Vor allem die großen und schweren Feuerwehrfahrzeuge haben manchmal Probleme, an den vielen LKW vorbeizukommen. In den vergangenen Wochen wurden deshalb die Einsatzpläne angepasst. Jetzt werden in einigen Stadtteilen von Lüdenscheid auch mal mehr Rettungskräfte von unterschiedlichen Gerätehäusern gleichzeitig alarmiert. 

Als Fahrgemeinschaft mit Blaulicht zur Feuerwache 

Eine Drohnenaufnahme der Brücke, die mit dem Spruch "Lasst uns eine Brücke bauen" bamalt ist

Die gesperrte Rahmedetalbrücke der A45

Außerdem haben viele Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr große Probleme, durch den Stau rechtzeitig zum Gerätehaus zu kommen. Deshalb stehen verteilt im Stadtgebiet extra Mannschaftswagen, um Zeit zu sparen. Bei Feueralarm werden die Feuerwehrleute mit Blaulicht und Martinshorn eingesammelt und fahren gemeinsam zur Feuerwache.

Austausch von Stau-Berichten 

Zwischendurch tauschen sich alle Rettungskräfte untereinander aus, wo man durchkommt. Und wo nicht. Diese Erfahrungen werden dann an die städtischen Mitarbeiter der Verkehrsplanung weitergegeben.

Über dieses Thema berichtet die WDR Lokalzeit am 30.03.2022 im Fernsehen und Radio