Feuerwehr in Neuenrade übt für den Waldbrand

Feuerwehr in Neuenrade übt für den Waldbrand

Von Elfie Schader

  • Szenario rund um die Waldorfschule
  • Löschwasser aus der Lenne
  • Schläuche über 2,4 Kilometer verlegt

Feuerwehrleute aus den Kreisen Hochsauerland, Olpe und Siegen-Wittgenstein haben einen Katastrophen-Fall rund um die Waldorfschule simuliert – die liegt mitten im Wald. Das Szenario: Das Feuer hat von der Schule auf den Wald übergegriffen. Für die Feuerwehrleute eine nicht alltägliche Übung.

Löschwasser Bergauf pumpen

Foto zeigt Feuerwehrmann beim Überqueren der Landstraße Richtung Lenne - Rohre verlegen für Löschwasser

Das Löschwasser kommt aus der Lenne.

Sie sollten das Löschwasser aus der Lenne nehmen. Von dort bis zum Brandherd im Wald besteht ein Höhenunterschied von 250 Metern. Um genügend Druck aufbauen zu können, montierten die Feuerwehrleute im Abstand von 400 Metern Pumpen zwischen die Schläuche.

Schlauchhalten: "Da kriegt man lange Arme"

Nach über einer Stunde dann der Erfolg: Aus dem Schlauch, den die 19-jährige Selina Ratto und der 22-jährige Lukas Merte oben im Wald an der Waldorfschule festhalten, spritzt mit Macht das Lenne-Wasser - 100 Liter pro Minute.

Foto zeigt Selina und Lukas mit Feuerwehrschlauch im Wald

Selina Ratto und Lukas Merte halten zusammen den Schlauch.

Würde der Wald wirklich brennen, müssten sie den Schlauch stundenlang festhalten. "Da kriegt man lange Arme", sagt Lukas.

Für den Ernstfall gut vorbereitet

Nach vier Stunden Großübung zieht Einsatzleiter Ralf Schneider aus Siegen eine positive Bilanz. "Die Kommunikation zwischen den Feuerwehrleuten hat gut funktioniert und das Wasser ist oben angekommen. Wenn es im Ernstfall zu einer Alarmierung kommt, funktioniert das Ganze auch bestens."

Einmal im Jahr kommt die 1. Feuerwehrbereitschaft des Regierungspräsidiums Arnsberg zu einer Großübung zusammen. Sie gehört zur Landeseinheit "Überörtliche Hilfe", die bei großen Gefahrenlagen die Feuerwehrleute vor Ort unterstützt.

Stand: 12.08.2019, 13:50