2018 stressiges Jahr für die Feuerwehren in Südwestfalen

Möbelhaus in Lippstadt abgebrannt

2018 stressiges Jahr für die Feuerwehren in Südwestfalen

  • Deutlich höhere Einsatz-Zahlen
  • Fabrik und Möbelhaus abgebrannt
  • Waldbrände, Sturm und Hochwasser

Für viele Feuerwehren in Südwestfalen war 2018 das einsatzstärkste Jahr ihrer Geschichte. In Lippstadt zum Beispiel stieg die Zahl der Einsätze um mehr als 60 Prozent. Aber auch in Iserlohn und in Olpe mussten die Wehren deutlich häufiger ausrücken als in den Vorjahren.

In Lippstadt war die freiwillige Feuerwehr fast täglich unterwegs, allein zu 182 Brandeinsätzen. Darunter:  neun sehr große Brände. So wurde in einem Gewerbegebiet eine komplette Fabrik zerstört, die Styropor-Dämmungen herstellte. Einige Tage später brannte ganz in der Nähe ein Möbelhaus nieder.

Viel Arbeit durch Wetterextreme

Unwetterbilanz Soest

Überschwemmungen in Soest

Der Hitzesommer sorgte dafür, dass es häufiger brannte als in den Vorjahren. Dann wieder das andere Wetterextrem: Als im Januar 2018 das Sturmtief "Frederike" über den Kreis Soest hinweg fegte, musste allein die Lippstädter Feuerwehr 120 Mal ausrücken.

Unter anderem hatten sich beim Stadttheater Teile des Daches gelöst und waren auf eine Straße gestürzt. Im Juni dann das nächste Extrem-Ereignis: Ein Starkregen sorgte für 230 Einsätze.

56 Waldbrände

Rauchwolken über einem Waldstück aus der Vogelperspektive.

Waldbrand in Sundern

Auch in Iserlohn schnellte die Zahl der Einsätze 2018 in die Höhe, allein die wegen Bränden um 25 Prozent. Außergewöhnlich und so auch noch nie dagewesen: die Zahl von  56 Waldbränden. Einige von ihnen mussten tagelang gelöscht werden.

Die Mischung von Hitze auf der einen, Starkregen und Sturm auf der anderen Seite sorgte dafür, dass 2018 bei vielen Feuerwehren in Südwestfalen ein Rekordjahr war. Weitestgehend verschont blieb davon der Raum Siegen: Hier spricht die Wehr von einem durchschnittlichen Jahr.

Stand: 29.01.2019, 08:07