Dreist: Diebstahl von lebensrettenden Geräten

Dreist: Diebstahl von lebensrettenden Geräten

Von Denis Stephan

  • Fünf Einbrüche in sechs Wochen
  • Oft Rettungsgeräte als Beute
  • Mehr Sicherheit bei Fenstern und Türen
Einbruch bei Feuerwehr

Aufgebrochene Tür im Feuerwehrgerätehaus

Christopher Quast von der Feuerwehr in Wenden-Hünsborn ist traurig und wütend zugleich. Unbekannte Einbrecher hebeln vergangene Woche (05.03.2019) die Tür des Feuerwehrgerätehauses auf. Sie klauen ein Hydraulikaggregat und einen Rettungsspreizer. Schaden: 15.000 Euro.

Lebensretter sind Leidtragende

"Wir sind entsetzt, weil bei den Menschen geklaut wird, die eigentlich anderen Menschen helfen wollen", so Quast. Im Moment behelfen sich die Hünsborner mit Leihgeräten, um den Einsatz im Notfall nicht zu gefährden.

Schon zwei Einbrüche in Attendorn-Listerscheid

Einbruch bei Feuerwehr

Beliebte Beute: Scheren und Spreizer

Für Michael Wojciechowski von der Feuerwehr in Attendorn-Listerscheid sind Einbrüche im Feuerwehrhaus nichts Neues. Schon 2015 waren die Listerscheider erstmals betroffen. Damals wurden Geräte im Wert von 12.000 € gestohlen. Auch hier hatten es die Diebe auf ein Spreizgerät abgesehen. "Wir vermuten, dass die Diebe mit solchen Hilfsgeräten bei weiteren Einbrüchen Türen aufhebeln und Tresore aus den Wänden reißen", so Wojciechowski.

Investition in mehr Sicherheit

"Wir haben danach unsere Türen von innen verstärkt, damit wir vor weiteren Einbrüchen gesichert sind", sagt Wojciechowski. Geholfen hat es nicht. Vor fünf Wochen waren wieder Diebe im Haus. Diesmal stahlen sie nur ein paar Euro aus der Getränkekasse. Glück im Unglück.

Einbrüche nehmen zu

Insgesamt gab es allein fünf Einbrüche in Südwestfalen in den vergangenen sechs Wochen. Neben Wenden-Hünsborn und Attendorn-Listerscheid waren auch Freudenberg, Schmallenberg und Meinerzhagen betroffen.

Stand: 14.03.2019, 16:18