Brandstiftung im Kreis Herford: Milde Jugendstrafen für Feuerwehrleute

Brennendes Stoppelfeld wird gelöscht

Brandstiftung im Kreis Herford: Milde Jugendstrafen für Feuerwehrleute

  • Täter waren ehrenamtliche Feuerwehrleute
  • 14 Brände im ländlichen Raum gelegt
  • Strafmaß: Zehn Monate auf Bewährung

Zwei ehrenamtliche Feuerwehrleute aus der Gemeinde Hiddenhausen mussten sich am Montag (11.03.2019) in Herford vor dem Jugendschöffengericht verantworten. Es geht um Brandstiftung und Sachbeschädigung in 14 Fällen.

Brandstiftungen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen

Die beiden heute 19 und 21 Jahre alten Männer waren zum Zeitpunkt der Taten ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hiddenhausen (Kreis Herford). Im Sommer 2018 zündeten sie 14 mal Strohballen, Grünflächen und Stoppelfelder landwirtschaftlicher Betriebe an.

Motive: Abenteuerlust und Spaß

Das Gericht urteilte heute, die beiden Jugendlichen hätten Spaß an der Brandstiftung gehabt. Selbst als Reifenspuren den Verdacht auf einen der beiden Täter gelenkt hatten, hörten sie nicht auf, Brände zu legen.

Der Thrill, gejagt zu werden, ohne sich erwischen zu lassen, soll ein Anreiz für die Taten gewesen sein. Die Aufwandsentschädigung von zehn Euro pro Einsatz gilt als mögliches zusätzliches Motiv.

Mildes Urteil auf Bewährung

Beide wurden zu jeweils zehn Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Das vergleichsweise milde Urteil ist dem jugendlichen Alter der Täter zur Tatzeit geschuldet.

Die Freiwillige Feuerwehr Hiddenhausen hat die beiden Täter mittlerweile ausgeschlossen.

Stand: 11.03.2019, 14:23