Großfeuer in Bad Salzuflen - 5.000 Euro Belohnung

Abgebrannte Lagerhalle

Großfeuer in Bad Salzuflen - 5.000 Euro Belohnung

  • 5.000 Euro Belohnung für Hinweise
  • Polizei sucht Brandstifter
  • Wohnhaus und Lagerhalle brennen ab

Das Großfeuer in Bad Salzuflen-Schötmar am Samstag (21.09.2019) ist vermutlich gelegt worden. Davon geht die Polizei aus, denn das Feuer brach vermutlich in einem Palettenlager im Hof aus. Sie sucht Zeugen, die etwas am Samstag gegen 19 Uhr beobachtet haben. Jetzt ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung der Täter führen.

Verbrannte Lagerhalle musste abgetragen werden

Nur noch ein Stahl-Gerippe ist übrig geblieben von den beiden Lagerhallen, die am Abend in Bad Salzuflen im Ortsteil Schötmar (Kreis Lippe) abbrannten. Darin gelagerte Gasflaschen und Kunststoffpellets hatten die Löscharbeiten erschwert. Erst am frühen Sonntagmorgen (22.09.2019) war das Feuer unter Kontrolle.

Seit Montagmorgen (23.09.2019) wird jeder Stahlträger und jede Wand mit einem Bagger abtransportiert und auf einem gesonderten Platz noch einmal abgelöscht. Die Feuerwehr hat inzwischen das komplette Personal ausgetauscht.

Schaden in Millionenhöhe

Rauchschwaden zogen den gesamten Sonntag über die Bad Salzufelner Innenstadt. Rund um den Brandort war alles in weißen Löschschaum gehüllt. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen in Millionenhöhe.

Gasflaschen explodieren

Hohe Flammen schlagen aus einer Halle in Bad Salzuflen

Hohe Flammen schlagen aus einer Halle in Bad Salzuflen

Nach Informationen der Feuerwehr ging gegen 19 Uhr der Alarm bei der Leitstelle ein. Da sich in den Hallen offenbar Gasflaschen befanden, die durch die Hitze explodierten, mussten sich die Einsatzkräfte zeitweise zurückziehen. Sie ließen die Hallen kontrolliert abbrennen. Das Nachbargebäude wurde zuvor komplett in einen Schaumteppich gehüllt.

Wohnhaus brennt nieder

Hohe Flammen schlagen aus einer Halle in Bad Salzuflen

Feuerwehr legt brennende Halle in einen Schaumteppich

Die Flammen griffen jedoch auch noch auf ein benachbartes Wohnhaus über. Die Einsatzkräfte versuchten, es zunächst vor den Flammen zu bewahren. Die Bewohner des Hauses konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. Die Wohnungen brannten jedoch völlig aus.

Laut einem Behördensprecher mussten am Samstagabend auch Teile des benachbarten Kiliansfestes geräumt werden. Fahrgeschäfte mussten früher schließen.

Schadstoffmessungen in Luft und Wasser

Die Feuerwehr hatte über Lautsprecherdurchsagen die Anwohner aufgerufen, zur Sicherheit Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messungen konnten keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Luft nachweisen, so die Polizei. Da aber bei dem Feuer auch asbesthaltige Platten verbrannt sind, könnte der gefährliche Stoff im niedergefallenen Ruß sein.

Der örtliche Fischereiverein geht davon aus, dass im angrenzenden Fluss Bega viele Fische durch verunreinigtes Löschwasser verendet sind. Die zuständige Behörde nimmt bis Mittwoch (25.09.2019) Proben aus den Flüssen Bega, Werre und Weser. Der Löschschaum ist allerdings nach Angaben der Feuerwehr biologisch abbaubar.

Stand: 27.09.2019, 14:24

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