Westfälische Kirche kritisiert Rüstungsausgaben

Der neue Schützenpanzer Puma

Westfälische Kirche kritisiert Rüstungsausgaben

  • Investitionen für Soziales, statt für Rüstung
  • Waffenexporte aus Deutschland gestiegen
  • Pandemie verstärke Kluft zwischen Arm und Reich

Deutschland solle die Ausgaben für Bildung, Ausbildung und Pflege erhöhen und weniger in Rüstung investieren. Das forderte die Evangelische Kirche von Westfalen am Donnerstag (28.05.2020) in Bielefeld.

Schulsystem und Ausbildung fördern

Deutschland habe stark dazu beigetragen, dass die Ausgaben für Rüstung weltweit angestiegen sind, so der landeskirchliche Friedensbeauftragte Heiner Montanus. Besonders die Corona-Pandemie mache es notwendig, mehr in Ausbildungsplätze, Schulen und Pflege zu investieren, damit die Kluft zwischen Arm und Reich nicht größer werde.

Ausgaben für deutsche Rüstungsexporte steigen

Von 2018 auf 2019 sind die deutschen Rüstungsausgaben um zehn Prozent gestiegen. Acht Milliarden Euro hat der Bund im vergangenen Jahr für Waffenexporte ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Internationalen Friedensforschungstentrums hervor.

Rüstungsexporte, so Montanus, gingen in Länder, die weder der EU, noch der NATO angehören. Noch dazu in Staaten, die autoritär regiert werden. Damit bekämpfe man die Armen und nicht die Armut selbst.

Ende der Zurückhaltung: eine „gemeinsame Kultur der Rüstungsexporte“? Monitor 18.04.2019 01:45 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

Stand: 28.05.2020, 15:14