Zwei Blindgänger in Münster entschärft

Zwei Blindgänger in Münster entschärft

In Münster sind am Sonntag gleich zwei Blindgänger entschärft worden. Weil man ursprünglich von fünf Blindgängern ausging, organisierte die Stadt am Morgen die größte Evakuierung ihrer Nachkriegsgeschichte.

+++ 13:30 Uhr +++ An dieser Stelle beenden wir unseren Live-Ticker zur Bombenentschärfung in Münster. Beide Blindgänger wurden erfolgreich entschärft. Dafür hatten rund 16.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Alle weiteren Informationen zum Nachlesen finden Sie im Live-Ticker unten. +++

+++ 13:10 Uhr +++ Oberbürgermeister Markus Lewe bedankt sich ausdrücklich bei den Münsteranern für ihre Kooperation. +++

+++ 13:00 Uhr +++ Der Sperrbereich ist aufgehoben. Die Menschen dürfen jetzt in ihre Wohnungen zurückkehren. +++

Polizisten an der Grenze des Evakuierungsbereiches.

Die Polizeiabsperrungen werden jetzt wieder geöffnet.

+++ 12:50 Uhr +++ Jetzt ist es offiziell: Beide Blindgänger wurden erfolgreich entschärft. +++

+++ 12:07 Uhr +++ Eine der beiden Bomben soll bereits entschärft sein. Die Feuerwerker konnten den Zünder des Blindgängers entfernen und die Bombe damit unschädlich machen. Die offizielle Bestätigung der Entschärfung steht aber noch aus. Nun muss nur noch ein weiterer Blindgänger entschärft werden. Daran arbeitet ein weiteres Team gleichzeitig bereits seit einer halben Stunde. +++

+++ 11:35 Uhr +++ Die Entschärfung der beiden Blindgänger beginnt in diesen Minuten. Es sind zwei Teams im Einsatz, die nun gleichzeitig mit der Arbeit beginnen. Einer der Blindgänger hat einen doppelten Zünder, was die Arbeit der Feuerwerker etwas komplizierter macht als ursprünglich erwartet. +++

+++ 11:16 Uhr +++ An den anderen beiden Verdachtspunkten liegen jedoch tatsächlich Blindgänger, die nun entschärft werden müssen. Es handelt sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe am Anne-Frank-Berufskolleg und um eine 150-Kilo-Flieberbombe an der Mauritz-Grundschule. +++

+++ 11:12 Uhr +++ Soeben hat Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe bestätigt, dass es sich bei dem Verdachtspunkt gegenüber des Kinos Cinema an der Warendorfer Straße nicht um Blindgänger handelt, sondern nur um Metallschrott. Dort hätten gleich drei der fünf möglichen Blindgänger liegen können. +++

+++ 11:00 Uhr +++ In den Notunterkünften der Stadt haben sich insgesamt nur 140 Menschen eingefunden. Die Stadt hatte dort Plätze für bis zu 2.200 Menschen geschaffen, rund 1.000 Helfer stehen dort bereit. Die meisten Bewohner des Stadtviertels nutzen das schöne Spätsommerwetter jedoch für Ausflüge und Besuche bei Freunden und Verwandten. +++

Bürgerinnen sitzen in einer Unterkunft.

Nur wenige Menschen nutzen die Notunterkünfte

+++ 10:56 Uhr +++ Es gibt erste Hinweise, dass es sich bei dem Verdachtspunkt vor dem Kino Cinema an der Warendorfer Straße nur um Metallschrott handelt. Dort sollten gleich drei Blindgänger liegen. Würde sich diese Vermutung bestätigen, könnte die Evakuierungs-Aktion möglicherweise früher beendet werden als ursprünglich geplant, da dann nur noch zwei Blindgänger entschärft werden müssten. +++

Ein Bagger gräbt an einer Fundstelle.

Verdachtspunkt gegenüber des preisgekrönten Kinos Cinema in Münster

+++ 10:35 Uhr +++ Die sieben Personen haben ihre Wohnungen verlassen. Dafür waren auch Polizeieinsätze notwendig. Nun werden die fünf Verdachtspunkte an drei Orten in der Stadt freigelegt. Ob es sich tatsächlich um Blindgänger handelt, ist noch unklar. +++

+++ 10:17 Uhr +++ Hubschrauber kreisen über dem Viertel und kontrollieren aus der Luft, ob sich noch Menschen in den Straßen und auf den Plätzen aufhalten. +++

+++ 10:15 Uhr +++ Wie erwartet nehmen die Münsteraner die Notunterkünfte so gut wie gar nicht in Anspruch. Dort herrscht bislang gähnende Leere. Die Stadt hatte 2.200 Plätze in Notunterkünften zur Verfügung gestellt. Viele Münsteraner haben das Viertel aber bereits gestern für einen Wochenend-Ausflug verlassen oder nutzen das schöne Wetter für Besuche bei Freunden und Verwandten. +++

Mitglieder des Roten Kreuzes hinter einer Absperrung.

Nicht viel zu tun für die Helfer vom Roten Kreuz

+++ 10:00 Uhr +++ Die Evakuierung sollte eigentlich jetzt abgeschlossen sein. Allerdings weigern sich nach wie vor sieben Personen, ihre Wohnungen zu verlassen. Dies könnte zu Verzögerungen führen. Die Polizei geht aber derzeit davon aus, dass es sich nur um eine gerinfügige Verzögerung handelt. +++

+++ 9:40 Uhr +++ Das Viertel ist inzwischen weitgehend geräumt. Allerdings weigern sich sieben Bewohner an unterschiedlichen Orten, ihre Wohungen zu verlassen. Derzeit versuchen die Einsatzkräfte, sie zu überzeugen. Sollten sie sich weiterhin weigern, müsste die Polizei die Menschen aus den Wohnungen holen. Ob sich die Bombenentschärfungen dadurch verzögern, ist bislang noch nicht klar. +++

Ein Beamter klingelt an einem Hauseingang.

An allen Haustüren wurde geklingelt und kontrolliert, ob noch Menschen in den Wohnungen sind

+++ 9:12 Uhr +++ Bis 10:00 Uhr soll die Evakuierung abgeschlossen sein. Ob dies gelingt, liegt daran, ob bis dahin tatsächlich alle Bewohner das Stadtviertel verlassen haben. Die Einsatzkräfte, darunter 180 Feuerwehrteams werden dann die Häuser noch einmal kontrollieren. Erst wenn sicher gestellt ist, dass das Viertel leer ist, kann mit der Entschärfung der Bomben begonnen werden. +++

+++ 9:04 Uhr +++ Die Evakuierung verläuft bislang ruhig und unproblematisch. Das Viertel beginnt sich deutlich zu leeren. An vielen Orten helfen die Einsatzkräfte älteren oder kranken Menschen, die Wohnungen zu verlassen. Sie können die Zeit in Notunterkünften verbringen. Dort stehen 2.200 Plätze und rund 1.000 Helfer bereit. Viele Münsteraner haben aber bereits gestern das Mauritz-Viertel verlassen. Studenten sind über das Wochendende zu ihren Eltern gefahren, Familien besuchen Freunde in anderen Städten. Hinzu kommt das schöne Spätsommerwetter, so dass die Notunterkünfte voraussichtlich eher wenig genutzt werden. +++

+++ 8:24 Uhr +++ An den Fundorten der Blindgänger beginnen Spezialfirmen mit den Vorarbeiten für die Entschärfungen. So auch direkt gegenüber des mehrfach preisgekrönten Kinos Cinema an der Warendorfer Straße. Etwa ein Meter Erde muss noch abgetragen werden, um an die möglichen Bomben zu gelangen. Erst dann kommen die Feuerwerker zum Einsatz. Noch ist aber völlig unklar, ob es sich in allen Fällen tatsächlich um Blindgänger handelt - oder zum Beispiel einfach um Altmetall. ++++

+++ 8:18 Uhr +++ Zahlreiche Einsatzkräfte haben sich vor dem so genannten Landeshaus, dem Sitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe am Freiherr-vom-Stein-Platz versammelt. Es liegt innerhalb des Sperrgebietes. Von dort aus schwärmen die Rettungskräfte in die umliegenden Straßen aus, um den Menschen beim Verlassen ihrer Wohnungen zu helfen. Hier herrscht am frühen Sonntagmorgen konzentrierte, aber entspannte Stimmung. Derweil sitzen in der Hauptfeuerwache rund 20 Mitarbeiter des Krisenstabes zusammen und koordinieren von dort den Einsatz. +++

Einsatzleitung

Die Einsatzleitung koordiniert die Aktion von der Haupt-Feuerwache aus

Ein Beamter steht vor mehreren Rettungsfahrzeugen.

Zahlreiche Einsatzfahrzeuge haben sich rund um das Landeshaus positioniert

+++ 8:00 Uhr +++ Die Evakuierung beginnt. Ab jetzt darf niemand mehr in das Stadtviertel Mauritz hinein. Viele Menschen strömen bereits aus dem betroffenen Gebiet heraus. Typisch für Münster: Zahlreiche Familien haben Kind und Kegel in Fahrradanhänger gepackt und nutzen den Sonntag für einen Ausflug. Bei strahlendem Sonnenschein ist die Stimmung der Menschen freundlich und entspannt. +++

+++ 7:30 Uhr +++ In einer halben Stunde wird der Stadtteil Mauritz in Münster zum Sperrgebiet, niemand darf ab 8:00 mehr dort hinein. Dann beginnt die Evakuierung. Derzeit treffen die Einsatzleitung und der Krisenstab in der Feuerwache am York-Ring die allerletzten Absprachen. Bereits gestern waren die Einsatzkräfte durch das Viertel gefahren und hatten mit Lautsprecher-Durchsagen auf die heutige Evakuierung aufmerksam gemacht. +++

Wenn Bombenblindgänger zicken Quarks 01.09.2020 06:53 Min. UT Verfügbar bis 01.09.2025 WDR Von Ulrich Grünewald

Stand: 20.09.2020, 21:17

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