Laien kritisieren Missbrauchs-Studie des Erzbistums Paderborn

Paderborner Dom und Fassade des Diözesanmuseums

Laien kritisieren Missbrauchs-Studie des Erzbistums Paderborn

Katholischen Laien geht die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Erzbistum Paderborn nicht weit genug. Unter anderem forden sie, die Studie des Erzbistums dazu auszuweiten.

Darüber hinaus wollen die Laien, dass für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle eine Kommission eingesetzt wird.

In einer ersten Reaktion darauf heißt es vom Erzbistum, genau solch eine Kommission solle noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen. Gleichzeitig kommt aus Paderborn aber auch die Aussage, eine Ausweitung der Missbrauchsstudie sei nicht geplant.

Uni Paderborn arbeitet an Studie zu Missbrauchsfällen

Im vergangenen Jahr hatte das Erzbistum die Studie bei der Universität Paderborn in Auftrag gegeben. Sie soll unter anderem den Umfang der Missbrauchsfälle seit der Nachkriegszeit bis zum Jahr 2002 untersuchen.

Dieser Untersuchungszeitraum sei zu kurz, ist die Kritik der katholischen Laien. Auch die letzten 20 Jahre müssten analysiert werden. Das solle bald in der Aufarbeitungskommission behandelt werden, erklärte dazu das Erzbistum.

Wissenschaftler hatten in einer ersten Studie 2018 belegt, dass 111 Kleriker fast 200 Menschen sexuell missbraucht hatten.

Stand: 05.03.2021, 08:42