Prozess um Erpressung eines Unternehmers in Altena

Landgericht Hagen

Prozess um Erpressung eines Unternehmers in Altena

  • Prozessauftakt gegen Mann aus Iserlohn
  • Er soll einen Unternehmer aus Altena erpresst haben
  • Drohungen und hohe Schutzgeldforderungen

Ein spektakulärer Fall erpresserischen Menschenraubs in Altena beschäftigt seit Donnerstag (07.03.2019) das Hagener Landgericht. Die Anklage wirft einem 45-jährigen Iserlohner vor, im Dezember 2016 einen Unternehmer aus Altena massiv bedroht zu haben, um an dessen Geld zu kommen.

Tresordiebstahl scheiterte

Der Angeklagte soll mit einem Komplizen zunächst versucht haben, den Tresor des Unternehmers zu stehlen. Der war aber leer. Laut Anklage bedrohten die beiden das Opfer mit vorgehaltener Waffe: Der Mann sollte ihnen Geld überweisen. Das klappte aber technisch nicht, heißt es in der Anklageschrift.

150.000 Euro Bargeld gefordert

Daraufhin sollen sie dem Altenaer angedroht haben, ihm einen Finger abzuschneiden und ihn umzubringen, wenn er ihnen nicht drei Tage später 150.000 Euro Bargeld übergibt und regelmäßig ein hohes Schutzgeld bezahlt. Das Opfer ging jedoch zur Polizei.

Die Verhandlung findet vor dem Hagener Landgericht statt. Der drogenabhängige Angeklagte ist bereits vorbestraft wegen ähnlicher Delikte und sitzt derzeit in Schwerte in Haft. Zu den Vorwürfen äußerte er sich am ersten Prozesstag nicht.

Stand: 07.03.2019, 10:52