Personalnot auf den Spargelfeldern

Großes Spargelfeld mit Folien, im Hintergrund Weideflächen.

Personalnot auf den Spargelfeldern

  • Spargel- und Erdbeerbauern besonders stark betroffen
  • Statt 25.000 nur 10.000 Saisonarbeiter im Einsatz
  • Zusatzkosten wegen Schutzmaßnahmen

Den Obst- und Gemüsebauern in Westfalen-Lippe fehlten wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitlich bis zu 85 Prozent der Saisonarbeitskräfte. Das hat der Westfälisch-lippische Landwirtschaftsverband (WLV) am Donnerstag (04.06.2020) bekanntgegeben. Die Situation der Betriebe sei "von katastrophal bis einigermaßen, was die Einnahmen angeht".

Besonders schwer für Spargel- und Erdbeerhöfe

Das Bild zeigt weißen Spargel.

Die Verbraucher müssen in diesem Jahr mehr Geld für Spargel bezahlen

Besonders die Höfe, die auf Spargel und Erdbeeren spezialisiert sind, haben Personalprobleme. Anfang März durften so gut wie keine Saisonkräfte einreisen, die Lücken haben deutsche Arbeiter geschlossen. Die sind aber wieder weg, seit Handel und Gastronomiebetriebe wieder öffnen dürfen. Von den 25.000 Saisonkräften, die sonst auf den Höfen eingesetzt werden, sind bisher nur 10.000 da. Spargel ist teurer als im vergangenen Jahr.

Höhere Kosten für Landwirte wegen Schutzmaßnahmen

Der WLV nannte als Beispiel einen Hof in Werne. Hier arbeiten aktuell 21 Saisonkräfte aus Rumänien. Die Mehrkosten für Flüge, Unterbringung und zur Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen beziffert der Landwirt mit rund 1.000 Euro pro Person.

Stand: 04.06.2020, 17:09