Libanesische Familienfehde: Versuchter Mord in Bielefeld wieder vor Gericht

Vordereingang des Landgerichts Bielefeld

Libanesische Familienfehde: Versuchter Mord in Bielefeld wieder vor Gericht

  • Messerangriff vor sieben Jahren
  • Racheakt für vorher begangenen Mord?
  • Bundesgerichtshof kippte Urteile

Eine Fehde zwischen zwei libanesischen Familien beschäftigt seit Jahren die Justiz. Nachdem der Bundesgerichtshof das erste Urteil gegen die beiden mutmaßlichen Täter aufgehoben hatte, beschäftigt sich am Mittwochvormittag (13.03.2019) das Dortmunder Landgericht mit der Bielefelder Tat.

Staatsanwaltschaft vermutete Racheakt

Zwei Männer sollen 2012 einem 61-jährigen Libanesen auf der Straße ein Messer in den Rücken gerammt haben. Hintergrund soll eine Familienfehde langjährig verfeindeter Familien sein. Die Staatsanwaltschaft vermutete einen Racheakt für einen vorher begangenen Mord.

Urteil frühestens 2020

Das Bielefelder Landgericht hatte versucht die Tat aufzuklären, scheiterte aber letztendlich. Der Prozess endete mit milden Urteilen, die der Bundesgerichtshof kippte. Die Richter in Dortmund versuchen nun erneut die Tat aufzuklären. "Das Gericht steht jetzt wieder am Anfang", sagte ein Gerichtssprecher. Am Mittwoch (13.03.2019) beginnt die Beweisaufnahme. Für den Prozess sind mehr als 40 Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird nicht vor nächstem Januar gerechnet.

Stand: 13.03.2019, 11:21