Investitionen machen Erndtebrück lebenswerter

Vor einem Eiscafé sitzen Leute an Tischen.

Investitionen machen Erndtebrück lebenswerter

  • Investitionen verhinderten Attraktivitätsverlust
  • Belebung durch Zentralisierung
  • Hohe Identifikation der Bürger

Wenn Astrid Schmidt mit ihren Töchtern einkaufen geht, braucht sie Erndtebrück nicht zu verlassen: Discounter, Bäcker und Metzger sind zu Fuß zu erreichen, daneben gibt es Ärzte, Cafés und eine sehr beliebte Eisdiele in der Ortsmitte. Nur zum Klamotten kaufen zieht es die Familie nach Siegen oder ins Internet.

Eine Frau geht mit zwei Mädchen an einem Geschäft vorbei.

Astrid Schmidt und ihre Töchter beim Einkaufen.

"In Erndtebrück hat sich in den vergangenen Jahren viel getan", so Astrid Schmidt. Ein privater Investor hat etliche Millionen Euro in die 7.000-Einwohner-Stadt gesteckt. Denn Anfang des Jahrtausends ging es Erndtebrück wie vielen Kommunen in Südwestfalen: Dem Einzelhandel ging es immer schlechter, Discounter zogen auf die grüne Wiese.

Investor kaufte leer stehende Häuser

Doch dann kam die Kommune mit einem örtlichen Unternehmer ins Geschäft, der Heimatliebe und Geschäft zusammenbringen wollte. Mit Zustimmung und Hilfe der Gemeinde kaufte er alte, leer stehende Häuser, riss ab und baute dafür Geschäfts- und Wohnzentren.

In den "Ederarkaden" im "Ederzentrum" oder im "Haus an der Eder" siedelten sich Läden und Dienstleister an, die vorher zerstreut lagen oder gar nicht vorhanden waren. Discounter wie Lidl rückten näher ans Ortszentrum - die Belebung war da.

Kommune arbeitete mit Investor zusammen

An einem Haus hängt ein Pizzeria-Schild und hinter der Fensterfront ist es dunkel.

Die Pizzeria steht leer.

"Das geht natürlich nur, wenn man solch einen Investor im Ort hat und die Chemie zwischen ihm und Gemeindeverwaltung stimmt", so Karl Ludwig Völkel, damaliger Bürgermeister Erndtebrücks. Zügig schaffte die Kommune damals Baurecht, vermittelte bei den Grundstückkäufen.

Doch trotzdem gibt es Probleme in Erndtebrück: Die Pizzeria an der Hauptstraße steht leer, und das Schreibwaren- und Spielzeuggeschäft gegenüber hat nach 100 Jahren dicht gemacht. Es gibt keinen Nachfolger. Astrid Schmidt und ihre Familie fühlen sich trotzdem wohl.

Stand: 09.04.2019, 10:07