Nach Backesfest-Explosion: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Unglück in Alchen: Ermittlung wegen fahrlässiger Tötung 02:39 Min. Verfügbar bis 30.06.2021

Nach Backesfest-Explosion: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

  • Gutachter untersuchten Grill
  • Ventil zum Druckausgleich war geschlossen
  • Ermittlungen gegen Vereinsmitglied

Nach dem tragischen Unglück auf dem Backesfest in Freudenberg-Alchen ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. Das teilte sie am Dienstag (30.06.2020) mit.

Vergangenes Jahr im September waren auf dem Backesfest nach der Explosion einer Pfanne zwei Menschen gestorben.

Mehrere Gründe für Explosion

Die Unglücksstelle

Die Unglücksstelle

Danach haben Gutachter den selbst gebauten Grill untersucht. Demnach führte eine Verkettung verschiedener Ursachen zu der Explosion. Das Öl sei recht alt gewesen, sodass der Siedepunkt schneller als sonst erreicht wurde.

Außerdem war das Ventil zum Druckausgleich geschlossen. Der Druck nahm also immer mehr zu, bis der Pfannenboden aufriss. Das heiße Öl spritzte auf die offene Flamme des Gasbrenners und führte dann zur Explosion.

Alchen Teaserbild

Der abgesperrte Feststand

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen ein Mitglied des Heimat- und Verschönerungsvereines Alchen. Denn diese Person hatte den Grill nach Angaben der Ermittler nicht ausgestellt - obwohl Zeugen beobachtet hatten, dass sich der Grill überhitzte.

Stand: 30.06.2020, 19:25