Protest gegen Starkstrom-Erdkabel in Borgholzhausen

Landwirte protestieren gegen Erdstromkabel

Protest gegen Starkstrom-Erdkabel in Borgholzhausen

  • Starkstrom-Erdkabel geplant
  • Plakate sollen sensibilisieren
  • Landwirte befürchten negative Folgen

In Borgholzhausen im Kreis Gütersloh wenden sich Landwirte gegen ein geplantes Starkstrom-Erdkabel. Der Betreiber Amprion will dort eine zunächst geplante Überlandleitung nun auf einer Länge von vier Kilometern unter die Erde legen.

Hohe Temperaturen in Erdreich

Von diesen Planungen sind als Besitzer des potentiellen Baulandes 15 Bauern betroffen. Sie befürchten sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Schäden, sagte Landwirt Konstantin von Kerssenbrock. "Man muss sich vorstellen, dass die Erdverkabelung nur zwei bis eineinhalb Meter unter der Erde liegt. Wenn da Strom durchfließt, entsteht eine enorme Hitze. Wir sprechen hier von Temperaturen von 30 bis 60 Grad Celsius. Was dann letztlich an der Oberfläche einen Temperaturunterschied von drei bis vier Grad hat."

Plakate sollen Aufmerksamkeit erzeugen

Die Landwirte haben am Dienstag (04.08.2020) eine Plakataktion auf dem entsprechenden Gebiet gestartet. Damit wollen sie die Menschen vor Ort für das Thema sensibilisieren, denn es gibt einen Interessenskonflikt.

Erdkabel vs. Masten-Lösung

Arbeiter arbeiten an einer hohen Stromleitung

Die Planungen für ein Erdkabel waren entstanden, weil eine Bürgerinitiative gegen die neue Starkstromleitung über der Erde protestiert. Die Bürger haben unter anderem Gesundheitsbedenken, befürchten aber auch einen Wertverlust von Immobilien und Grundstücken.

Stand: 05.08.2020, 11:40

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